Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Zionistische Palästinaarbeit
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 157 (sequence 2)
- Language
- German
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Palästina-Industriesyndikat, hat im verflossenen Jahre neuerlich die heißen Quellen vonTiberias gepachtet, sich an einer Zementziegelfabrik beteiligt und ein chemisches Studiensyndikat gegründet. Plantagengesellschaft. Eine solche wurde vor kurzem von jtnehreren, hauptsächlich russischen Kapitalisten gegründet. Jewish Agricultural Experiment Station wurde durch amerikanische Philantropen finanziell gesichert, der Direktor A. Aaronsohn hat seine Tätigkeit bereits aufgenommen. Hygienisches Institut. Die Vorarbeiten sind im Gange. Hebräische Wandkarte wird bald erscheinen. Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina hat im letzten Jahre ca. 550 neue Mitglieder gewonnen. Das Spitzenatelier in Jaffa entwickelt sich gut. Für das Krankenhaus Schaare Zion in Jaffa wurde Schwester Stiebel engagiert Schwester Galanti aus Jaffa hat in Breslau ihre Studien beendet und ist nach Palästina zurückgekehrt. Der Verband beschloß, für die Einrichtung eines Hospitals in Haiffa 6000 Mark aufzubringen. Der Arbeiterküche in Rischon wurde ein Darlehen von 150 Francs gegeben. Bezalel hat einen Zuwachs von ca. 1500 Mitgliedern, Mehreinnahmen von 33.0GO Mark. Ein Spitzenatelier wurde gegründet, das von 30 Mädchen besucht ist. Die Gesamtzahl der am Bezalel beschäftigten Personen beträgt 237. Infolge zahlreicher Ausstellungen liegen noch für 50.000 Francs unerledigte Aufträge vor. Der Absatz wird sich pro 1910 auf 100.000 Francs belaufen gegen 20.000 im Vorjahre. Eine Erweiterung der Ateliers für Teppiche, Lithographie, Filigran- und Metallarbeiten ist dringend nötig. — Eine erstklassige kunstgewerbliche Kraft soll engagiert werden. Die betreffende Persönlichkeit hat die Schule schon inspiziert und ihr Bericht lautet so günstig als nur möglich. — Von großer Bedeutung wird die Ansiedlung einer Anzahl von Jemeniten (Filigranarbeiter) am Lande sein, wo sie im Nebenberuf Geflügelzucht, Gemüsebau und Milchwirtschaft treiben können. Auch die ausgebildeten Teppichknüpfe-r rinnen sollen in ihren eigenen Behausungen etabliert werden. Siedlungsgenosssenschaft Dr. Oppenheimer erklärte sich von seiner Studienreise für höchst befriedigt. Sowohl das Land als das Menschenmaterial seien geeignet, die besten Erwartungen zu erfüllen. — Für den Genossenschaftsfonds sind bisher rund 40.000 Mark eingelaufen. Jüdischer Nationalfonds. Dem Direktorium wurde die generelle Ermächtigung erteilt, bei dringenden Fällen selbständige Ankäufe von Land vorzunehmen. Bei der APC. soll ein Depot von einer halben Million Francs hinterlegt werden. Im ersten Halbjahr 1910 sind für den Jüdischen Nationalfonds 177.198-87 Mark eingegangen (hiervon 28.518'96 Mark Oelbaumspende). jüdische Kolonionalbank. Die Filiale der APC. in Saffed wird nunmehr eröffnet werden. Das Kapital der APC. soll um fernere 30.000 Pfund erhöht werden. In der Generalversammlung der Bank wurde eine Dividende von sechs Pence pro Aktie beschlossen. & 157