Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1910-01-01 · Heft 1 · p. Seite 34

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
7 (1910)
Issue
Heft 1
Article
Zu unseren Bildern
Date
1910-01-01
Page
Seite 34 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
99% known words query
IRI
…/2379786-2379827-2379829-2415081--02840-2415137
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Sein Wirken ist noch viel weitgehender: ein stetes Arbeiten, die jüdische Note in den bildenden Künsten heraus zu arbeiten, zu fördern. Zu erwähnen wären noch seine Bemühungen für das Jerusalemer Museum, für die hebräische Sprache. Aber über die Bedeutung des „Bezalel" und seines Leiters Prof. Schatz wollen wir hier nur beiläufig sprechen. Ihm zu seiner Seite standen jüdische Künstler, die auf dem jüdischen Boden ihr Judentum, aber auch im palästinensischen Milieu ihre künstlerische Begabung stärkten. Unter ihnen Hirszenberg, der vielleicht der Talentierteste der modernen jüdischen Maler war, der in der Blüte seiner Jahre an heiliger Stätte verstarb und E. M. Lilien. Der trug nach Deutschland reich gewonnene Werte zurück. Die nutzen wir nun, aber nicht nur die Palästinafreunde, sondern weiteste Kreise der Kulturwelt, jüdische und christliche. Der Verlag Georg Westermann, welcher uns auch heute die Bilder später überliess, gewann die zeichnerische Kraft Liliens, um eine neue Bibel mit Illustrationen herauszugeben. Weil Lilien Palästina kennt und mit der Geschichte und dem Geschick dieses Landes tief verwachsen, konnte der Künstler aus dem Vollen schöpfen. Und nun entsteht der Welt die Pracht der Heimat des jüdischen Volkes; und das Buch der Bücher, über dessen Wert wir hier nicht mehr zu sprechen haben, gewinnt die Ausschmückung, die es verdient und die es bis jetzt noch entbehrt hatte. Dass es aber E. M. Lilien gelungen ist, der Stimmung der Bibel entsprechend, ein Standard work zu schaffen, dafür bieten wir zum Beweis einige Abbildungen an. So gereichte E. M. Lilien nicht nur für Palästina zum Nutzen, als vielmehr auch Palästina für E. M Lilien zu einer Quelle künstlerischer Offenbarung geworden, die in ihrer Entwicklung der aligemeinen Kultur zu gute* kommt. So wird die Erde Palästinas denen, die ihr dienen, zum Segen..... 34

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.