Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Große Spende Rockefellers für ein Landesmuseum in Palästina [Nachricht]
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 612 (sequence 2)
- Language
- German
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612 Acres, umfaßt, wird yon der Pialästin-aregierjung als Grundstück für-, das" Museümsgebäüde zur Verfügung -gestellt. 7 '; 2.. Die angrenzende Müliverbrennungsanlaige der Gemeinde wird für? immer aus der unmittelbaren Nachbarschaft verlegt. . 3. Das an das Gelände „fKarm-el-Sheikh" angrenzende Texr-ain wird: in das Jerusalemer sogenannte „Stadtplanschema" einbezogen. 4. Die Sammlungen im neuen Museum werden alles Material enthalten, «das zur Erforschung der Vergangenheit des Menschen in Palästina beiträgt; deshalb werden alle natürlichen Quellen und Materialien, die zur ' Naturwiissenschiaft gehören, nur insoweit einbezogen werden, als sie das menschliche Leben der Vergangenheit betreffen. Kurz, das Museum soll ein archäologisches Institut sein und nicht ein naturwissenschaftliches Musetum. . - 5. < Die Verantwortung für die Errichtung des Museums übernimmt, die Palästinareigierung. und seine zukünftige Verwaltung wird ebenfalls von - der Palästinaregierung durchgeführt werden, und zwar mit beratender Unterstützung durch ein internationales Advisory Committee, und zwar in einer Form, wie sie die Palästinaregierung für richtig erachten wird. Ich freue mich, zur Förderung des oben .angegebenen Vorschlages zu den Erbauungs-, AusstattuGtiigs- und Erhaltungskosten des Museums einen Betrag bis zur Höchstsumme von zwei Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen, wobei die letzte Zahlun.gsrate nicht später als am 1. Jänner 1931 erfolgen soll, an welchem Datum alle bis zu dem Maximalbetrag noch nicht angeforderten Beträge verfallen. Mit den allerbesten Wünschen für den Erfolg dieses hochinteressanten Projektes bin ich Ihr aufrichtiger (gez.) John D. Rockefeller jun. . Die nichtjüdischen Schulen. Nach dem offiziellen Bericht unterhielt die iRegierun/g im Jahre 1926: 314 arabische Schulen, davon 265 in Dörfern und 29 dn Städten. Unter letzteren befinden sich zwei Lehrerinnenseminare und bei 8 Elementarschulen sind Mittelschulklassen angegliedert. Die Zahl der Lehrer war 687, der Schüler 19.737 (hievon 3591 Mädchen). Außerdem gibt es an Privatschulen: 45 mohammedanische mit 140 Lehrern und 3445 Schülern (davon 440 Mädchen) und 183 christliche mit 866 Lehrern sind 1645 Schülern (davon 75 Mädchen). Die mohaiiriimedainischen Privatschulen gliedern sich in 22 Kindergärten, 19 Elementarschulen, drei solchen mit höheren Klassen, eine Mittelschule, und ein theologisches Seminar. Die christlichen in 5 Kindergärten, 171 Elementarschulen, von denen 31 höhere Klassen haben, eine Mittel-" schule, 4 technische und 2 landwirtschaftliche Schulen. In T r a n s j o r d a n i e n gab es 51 Schulen für Knaben, ß für Mädchen und 47 christliche Privatschulen, Eine Münzsammlung in Jerusalem. In Verbindung mit der Bezalel-Kunstschule ist eine Münzsammlung in Jerusalem eröffnet worden. Der .Saal, in dem die Sammlung aufgestellt wurde, ist nach dem ersten «jüdischen Numismatiker Raffaeli benannt worden. Es handelt sich um eine Sammlung von zunächst etwa. 1000 Stücken, unter denen sich sehr viel seltene und besonders schöne Exemplare befinden. Es wird davon gesprochen, daß es wünschenswert wäre, auch eine über -Palästina hinausgehende Organisation von Münzsammlern zu schaffen, die als Freunde dieser palästinensischen Sammlung dafür sorgen, daß die Sammlung tunlichst Vermehrung erfährt. Gewünscht*, werden: 1. Jüdische Münzen. 2. Münzen und Medaillen jüdischer Künstler^ 3. Solche Medaillen, die zwar von nichtjüdischen Künstlern stammen, aber anläßlich jüdischer . besonderer Ereignisse/, geprägt, forden sind.