Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Neuer großer Bodenkauf beabsichtigt [Nachricht]
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 604 (sequence 2)
- Language
- German
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604 sitze einiger Mittel sind, auf dem Lande leben wollen und ihren Unterhalt durch Investitionen in Pflanzungen zu verdienen hoffen. So kann der neue Kauf auch in dieser schweren Zeit, in der an Neuansiedlung aus dem normalen Budget kaum zu denken ist, über den Rahmen -des Keren Hajessod und. des Budgets hinaus .die Möglichkeit zur Ansiedlung einer großen Anzahl jüdischer"Familien geben, deren Ueberführung auf den nationalen »Boden des KKL. für die Entwickhing des Jischuw in ökonomischer und nationaler Hinsicht von großer Wichtigkeit ist. , 'Die Zone b) der gemischten Farmbetriebe"\ wird die Vorteile der Pflanzungswirtschaften ergänzen, so daß das neue landwirtschäfbliche Gemeinwesen, das hier im edlen Wettbewerb mit den Siedlungen im Emek Jesreel entstehen wird, alle Zweige landwirtschaftlicher Tätigkeit irmiassen.wird. .. ., . : ,• : / - Die Bodenllächen der Keren Hajessod-Siedlungen. Nach dem Zensus vom April 1927 wurden von der Zionistischen Exekutive unterhalten oder unterstützt Siedlungen auf 171.047 Dunam. Hievon entfielen auf Kwüzöth 28,1 Prozent, Moschawim 27,3, neue 'Kolonisation 16,7, subventionierte:Siedlungen 23,4 Prozent, der Rest auf verschiedene Gruppen. Von'der Gesamtfläche waren angepflanzt 8,8 Prozent, sonst kultiviert 73,3 Prozent; zusammen 82,1 Prozent. Wiege , und Höfe 2,1 Prozent, noch nicht bebaut -10,3 Prozent und unkultivierbar 4,5 Prozent, noch nicht bewertet 1 Prozent. Die für die Juden bestimmte Landwirtschaf tsschule der Palästinaregierutig. Bekanntlich soll der Kadoorie-Nachlaß für die (Errichtung von je. einer landwirtschaftlichen Schule für die Araber und Juden verwendet ^werden. Wie der „Dawar" vom 4. November erfahren haben will, soll die Regierung beabsichtigen, die für die Juden bestimmte landwirtschaftliche Schule ,auf einem Teil der Dschiftlik-Böden in der Nähe von Kfar Tabor in . Untermal iläa zu erbauen, Aufforstungsarbeiten in Palästina. Für das laufende. Budgetjahr 1927-28 wurden für die Erhaltung und Ausdehnung der Aufforstungsarbeiten des Jüdischen (Nationalfonds auf seinen ©öden in Palästina engl. Pfd. 4594 budgetiert. Im Monat Schebath (Jänner- Februar) sollen neue Setzlinge angepflanzt werden. Ferner wird geplant, weitere 75.000 Bäume in den Siedlungen Jinjar, Kfar Ghittin und Kirjath Anawim einzusetzen. Die Anlage von Hainen und Gärten auf den Namen von Gemeinden und prominenten Persönlichkeiten nimmt immer mehr zu. ' Herzliah. Im Laufe des Jahres 5687 hat das Departement der Zionistischen Palästina-Exekutive für landwirtschaftliche Kolonisation den 26 Ansiedlern .aus den Mitgliedern der Bne Benjamin in 'Herzliah ein Darlehen von 1850 äg. Pfd. aus den Mitteln des Keren Ha.jessod gewährt. Die Ansiedler haben diese Anleihegelder hauptsächlich für die Durchführung der Irrigation in jenem Teil ihres Bodens verwendet, der für die Anlegung von Orangerien bestimmt ist. Es wurde eine Zisterne in einer Tiefe von 32,5 Meter gegrabem, es wurde eine Pumpe und ein Motor (für 20 PS) eingerichtet und ein iNetz von (Röhren auf der ganzen 'Fläche angelegt, die sich in dem Besitz der Ansiedler befindet. Das Wasser, das diese »Zisterne hergibt, genügt für die Irrigation einer Fläche von 280 Dunam junger Orangerien. Bis jetzt haben die Ansiedler etwa 340 Dunam mit Orangen, Bananen, Setzlingen usw. angelegt, Zwecks Bewässerung aller dieser Pflanzungen braucht man eine zweite Zisterne, mit' deren Anlage man schon begonnen und bereits eine Tiefe von 14 Meter erreicht hat. Durch die Gewährung, des Darlehens aus den Keren-iHajessod-(Geidern wurde diesen Ansiedlern die Möglichkeit gegeben, eine Plantagesiedlung zu errichten, die gute Perspektiven bat.. (Flerzliah ist eine Kolonie von .10.000 Dunam Bodenfläc'he an der Küste, nördlich von Te.l-Awiw, gegründet 1925. Die Siedler ,^Bne Benjamin'4 sind Kolonistensöhne.)