Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Arbeiterbewegung. Von Dr. A. Tartakower, Lodz.
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 596 (sequence 5)
- Language
- German
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596 Form zu «bleiben, die die Regelung 'des Absatzes erleichtert und darüber hinaus zur Vereitniheitlichung der Preise im ganzen Land führen känru * 5. Arbeiterkonferenzen. In der Reihe der kürzlich stattgehabten verschiedenen Arbeiterkoiifereiizen ist wohl die wichtigste die Parteiberatung des Hapoel-Hazair, die in Tel-Äwiw »a.m 21. und 22. Oktober d. J. stattfand. Die Beratungen der «Konferenz waren der Erörterung der Ergebnisse des Kongresses, dem Fragen der Parteiarbeit in der nächsten Zeit sowie dem Problem des „Ichud" (Vereiiniiigung mit Achduth-Haavoda) gewidmet. Trotz scharfer Kritik der Ergebnisse des letzten. Konigresses wurde doch die Notwendigkeit einer weiteren intensiven Mitarbeit in der Zionistischen Organisation und insbesondere einer Anteilnahme an deren Erziehungs- und Propagandawerk betont. In der Frage des Ichud wurde ein prinzipieller positiver Beschluß gefaßt und eine besondere Kommission eingesetzt, die die programmatischen Möglichkeiten des Zusammenschlusses prüfen soll. Am 15. Oktober d. J. trat in Petach-Tikwah die dritte Konferenz der Organisation der palästinensiscihen Arbeiterjugend zusammen. Es wurden insbesondere Erziehungs- und Kulturaufgaben sowie die Möglichkeiten einer weiteren Förderung von Genossenschaften für landwirtschaftliche Lohnarbeit unter der Jugend besprochen. Viel Aufmerksamkeit wendete auch die Konferenz der Frage des "Kontakts mit der jüdischen Jugendbewegung in der Galuth zu, die im Zusammenhang mit den letzten Jugendkonferenzen in Danzig im September d. J. besonders aktuell geworden ist. .Die in Tel-Awiw am 20. Oktober vorgekommene (Konferenz der Lehrer der Waadat-Tianbuth .hatte sich in erster Reihe -mit der schweren materiellen Lage der Lehrerschaft,, zu befassen (siehe darüber oben: Das Konsolidierungsbudget und die Kulturarbeit der Histadruth). Es wurde die Gründung einer Versdcherungskasse gegen Invalidität und Tod sowie der" weitere Ausbau der eigenen Organisation und Schaffung einer Dienstpragmatik beschlossen. Ziemlich ausführlich wurden auch innere pädagogische Fragen behandelt, insbesondere die Frage einer Klassenerziehung sowie der Förderung von Chaiuziut und Verknüpfung mit dem palästinensiichen Grund und Boden. Ein ziemlich bedeutendes Ereignis bedeutete auch die am 1. November d. J. in Tel-Awiw abgehaltene Generalversammlung des größten Gewerkvereines der Stadt, der Organisation der Bauarbeiter. Aus dem Bericht des Sekretärs des Vereines ergab sich die charakteristische Tatsache, daß die Landesregierung für die Bauarbeiter wiederum der bedeu-. tendste Arbeitgeber geworden ist. Sie beschäftigt beute in Tel-Awiw,. Jaffa und Umgebung 500 jüdische Arbeiter zu ziemlich annehmbaren Be^. dingunigen. Auch von den in nächster Zeit in Aussicht stehenden öffentlichen »und Bauarbeiten sind die allermeisten Arbeiten der Regierung. Die Organisation hat viel an inneren Kämpfen mit den extremen linken Gruppierungen zu leiden, was auch in der Generalversammlung klar zutage getreten ist. Die Tagung des Rates der Histadrutih, die vor kurzem stattfinden; und die Konstituierung aller leitenden Instanzen der Organisation bringen, sollte/ ist im letzten Moment verschoben worden. Dieser Schritt steht woM im Zusammenhang mit dem ungeklärten Verhältnis zu der Zionistischen Exekutive und zum Teil auch mit den letzten Beschlüssen des Ba-poel- Hazair. ' ' ' l)n