Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 21 (1938)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1938)
- Article
- Tel Josef 1937 [Nachricht]
- Date
- 1938-02-01
- Page
- Seite 96 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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im Mai 1937 auf 2,62 Millionen Liter im September zurückging, in welchem Monat der Rückgang 176.000 Liter betrug. Der Verkauf von Milch ging im September von 2,35 auf 2,16 Millionen Liter zurück. Die Zahl der Milchkühe ging um 4<Vo von 9044 auf 8668 zurück und zwar zum größten Teil in den Privatwirtschaften, die wegen der geringen Rentabilität der Milchwirtschaft infolge der schlechten Preise ihr Vieh offenbar eher abstoßen als die Kollektivwirtschaften. Die Zahl der Legehennen vermehrte sich in der jüdischen Wirtschaft von 302.000 auf 312.000. Siedlung. Lebenskosten in den Koliektivsiedlungen. Xn der Zeitschrift „Hameschek Haschitufi" werden die Ausgaben eines Kibbuzmitgliedes für seine verschiedenen Bedürfnisse und für die Erhaltung seiner Kinder nach der Zahl der dazu notwendigen Arbeitstage untersucht. Die Erziehung und Erhaltung eines Kindes im Kibbuz erfordert LP. 24 im Jahr. Die Beibehaltung diesur Kosten macht sogar das Ein- und jeden Tal Is das Zweikindersystem in den Kollekt ivsiedlungen ohne Defizit unmöglich. Rechnet man auf jeden Arbeitenden ein Kind, so ergibt sich folgende Aufteilung: Kind 100 Tage; eigene Versorgung und Bedienung der Erwachsenen 50 Tage; Fest- und Feiertage 60 Tage, Krankheiten, Geburten usw. 30 Tage, Urlaub 10 Tage, öffentliche Angelegenheiten und sonstiger Ausfall 5 Tage, zusammen 255 Tage. Es bleiben also für die produktive Arbeit des Erwachsenen 110 Tage, die für ihre Ernährung und der Erhaltung der Wirtschaft nicht ausreichen. Vereinfachung der Verwaltung der Siedlungen, Verbilligung der Erziehung der Kinder, Hilfe der öffentlichen Institutionen, Zusammenlegung von Schulen werden als Abhilfe gefordert. Dazu ist zu bemerken, daß der Kern der Sache der Kampf um die Erhaltung einer von Europa mitgebrachten und auf bestimmten wohl begründeten Vorstellungen beruhenden Lebenshaltung und Führung ist, die von den Siedlern nicht ohneweiteres und nur schrittweise aufgegeben werden kann. Auch die Erziehung der Kinder richtet sich nach diesen Vorstellungen und Bedürfnissen und es ist die Frage, ob nicht die Zahl der Kinder in den Kollektivsiedlungen von der Möglichkeit der zukünftigen Erhaltung dieses Lebensstandards stärker bestimmt wird als von nationalen Erfordernissen und dem natürlichen Wunsche nach Kindern. Tel Josef 1937. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr vermehrte sich die Zahl der Siedler um 50 auf 500. Zwanzig der neuen Siedler kamen aus Deutschland. Die Einkünfte der Siedlung betrugen LP. 30.000. In verschiedenen Wirtschaftszweigen wurden LP. 7000 investiert. LP. 1500 mußten als Zinsen für Darlehen gezahlt und zur Konsolidierung der Wirtschaft neue Anleihen aiufgenommen werden, da die Unterstützungen seitens der zionistischen Institutionein nicht ausreichten. Der Eigenbedarf konnte trotz starker Bemühungen nicht durch die eigene Produktion befriedigt werden. Es war auch nicht möglich, die unproduktiven