Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 21 (1938)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1938)
- Article
- Probleme des Zitrusbaues [Nachricht]
- Date
- 1938-02-01
- Page
- Seite 95 (sequence 2)
- Language
- German
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tiert. Dieser Export wird in den nächsten Jahren um 30 Millionen Kisten steigen., davon zur Hälfte aus Palästina. Das Memorandum berechnet, daß das englische Finanzamt an Zöllen für palästinensische Zitrusfrüchte einnahm: 1932/33: LP. 170.298, 1934/35 334.952 Pfund, 1935/36: LP. 253.915. Die Verschuldung der Pardessim. Wie Smilansky im „Boust'nai" berechnet, ist die Gesamtverschuldung der Zitruspflanzungen mit durchschnittlich LP. 26;>er Dunam anzunehmen (das ist bei 157.000 Dunam rund 4,1 Millionen Pfund). Dies wäre nicht schlimm, aber die Durchschnittszahl besagt nichts. Ein Viertel der Gärten ist schuldenfrei, zwei weitere Viertel m'.t nicht mehr als ein Drittel des Wertes belastet, dagegen ist der Rest überschuldet und kann sich deshalb nicht halten. Die Exportlage. Man rechnet, daß wie im Vorjahr 10—11 Millionen Kisten zur Versendung kommen werden. Die Erlöse sind etwas höher als 1936/37. Die Frucht zeigt im allgemeinen eine bessere Qualität als im Vorjahr. Die Erhöhung der Kosten der Packmaterialien wird durch Senkung der Löhne, Rationalisierung etc. eingebracht. Die Regierung verordnete, daß bis 1. März nur große Grapefrüchte (30 bis 90 Stück per Kiste) exportiert werden dürfen. Die Kosten des Orangentransportes. Nach der Zeitschrift „Boust'nai4 betragen die Kosten des Piiückens, Packens und Transportes einer Kiste Orangen vom Baum bis zum englischen Hafen 9 Shilling. Davon entfallen 1 sh. 9 d «ju! Pflücken, Packen und Beförderung zur palästinensischen Bahnstation. Nach dem „Dawar1* beträgt nach dieser Berechnung der Unterschied im Lohn zwischen jüdischer und arabischer Arbeit bloß 3°,o der Gesamtkosten. Die Tätigkeit der Wassergesellschaft „Mekoroth". Die Gesellschaft, die Verträge zur Lieferung von Wasser durch Röhrenleüungen an etwa 20 Siedlungen abgeschlossen hat, vollendete den Bau einer Zisterne mit 3000 in-* Passungsraum, die in der Nähe von Sarid, 140 m über dem Meeresspiegel Hegt. Bisher wurden Wasserröhren in einer Länge von 12.000 nx gelegt. Die Gesellschaft hat 16 Brunnenbohrungen durchgeführt, davon acht bei Scheich Abrek, an dessen Erschließung die Gesellschaft tatkräftig mitgearbeitet hat, fünf bei Uscha und am Karmel. Wasserbohrungen im Negew. Die Regierung hat mit einer jüdischen Gesellschaft einen Vertrag zur Durchführung von Wasserbohrungen im Negew abgeschlossen. Acht Maschinen, die eine Tiefe von 350 m erreichen können, s*nd bereits in Verwendung. Die Tabakernte. Die Tabakernte wird für 1937 auf 1,5 bis 2 Millionen Kilogramm geschätzt. Das ist das Doppelte der durchschnittlichen Ernte der Vorjahre und auch das Doppelte der Menge die von der Tabakindustrie des Landes verarbeitet werden kann. Die Anbaufläche vergrößerte sich von 22.000 auf 30.000 Dunam. Die Regierung hat daher durch Verordnung die Anbaufläche für 1938 auf 30.000 Dunam beschränkt. Schwankungen der Erzeugung in der Milchwirtschaft und der Hühnerzucht. Das Forschunginstitut der Jewish Agency teilt mit, daß die Milchproduktion der jüdischen Wirtschaft von ihrem Höchststand von 3,11 Millionen Liter