Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 21 (1938)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1938)
- Article
- Wirtschaft. Von Dr. Alfred Michaelis. Tel-Aviv.
- Date
- 1938-02-01
- Page
- Seite 89 (sequence 7)
- Language
- German
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höher verzinsliche Kapitalanlagen, wie insbesondere Pfandbriefe und Hypotheken, umgewandelt. Auch findet bis zu einem gewissen Grade ein konsumtiver Verbrauch von Depositen ein lasen statt. Bisher aber wurden diese laufenden Abzüge durch nach wanderndes Kapital kompensiert und überkompensiert, was seit Mitte des Jahres aber nicht mehr in ausreichendem Maße der Fall ist und auf die Dauer den Spielraum der Banken bei der Kreditgewährung einengen kann. Dieser Spielraum war bisher ein so weiter» daß die Banken in dar Depression die Kredite ausdehnen konnten (sie erhöhten sich von LP. 13,2 Millionen per Ende Juni 1937 auf LP- /4,0 Millionen per Ende November). Bei einer Fortsetzung des Depositenrückganges, die auf die Dauer zu Krediteinschränkungen führen müßte, könnten sich daher nachteilige Folgen für die Finanzierungsverhältnisse ergeben, die geeignet wären, die Depression zu verschärfen. Außenhandel und Zitrusexport. Die Außenhandelsergebnisse des Jahres 1937, die in den Gesamtziffern Anfang Februar veröffentlicht wurden, ergeben folgendes Bild (in LP.): Exportu. Import Export Reexport Nahrungsmittel, Getränke, Tabak 4,148.032 4,875.260 4,908.189 Rohstoffe 1,607.885 377.275 388.503 Industrielle Fertigwaren 10,099.000 564.918 1,158.146 Lebende Tiere (nicht zu Schlachtzwecken) 58.077 2,223 6.032 1937 insgesamt 15,913.044 5,819.676 6,460.870 1936 13,979.023 3,625.233 4,267.526 1935 17,853.493 4,215.486 4,516.157 Da im letzten Jahre eine neue \Varen-KIassifizieruzigsmethode eingeführt wurde, ist ein Vergleich der einzelnen Warenkategorien mit den Vorjahrsziffern nicht möglich. Insgesamt ist der Import gegenüber dem Vorjahr um 13,8° gestiegen, gegenüber 1935 um 10,9o'o zurückgegangen. In den Importziffern des Jal ts 1937 kommt naturgemäß die internationale Warenpreissteigerung zum Ausdruck. Der Export hat sich gegenüber dem Vorjahre und auch gegenüber 1935 sehr stark erhöht (um 60,5°o gegenüber 1936 und 38,0 o/o gegenüber 1935); das ist vor allem auf den erhöhten Zitrusexport, aber auch auf den erhöhten Kxport von Kali, Brom, Speiseölen und einer Reihe anderer industrieller und landwirtschaftlicher Produkte zurückzuführen. Die hohen Reexportziffern erklären sich aus Militärbedarfsartikeln, die via Palästina importiert und nach Aegypten reexportiert werden. Dadurch, sind natürlich auch die Importziffern entsprechend erhöht. Im Gegensatz zu den bisherigen Erhebungsmethoden wird seit dem Jahre 1937 der Import für den Bedarf der Regierung, Militärverwaltung, I. P. C. und anderer öffentlicher und privilegierter Institutionen nicht mehr getrennt erfaßt, sondern in die allgemeinen Importzahlen eingeschlossen, wodurch die Vergleichbarkeit der Außenhandelsstatistik des Jahres 1937 mit den vorhergehenden Jahren gestört wird. Das Defizit der Handelsbilanz hat gegenüber 1935 angesichts des Importrückganges in Verbindung mit der Exportsteigerung einen scharfen Rückgang erfahren, auch gegenüber 1936 ergibt sich trotz des wiedererhötrten Importe», der aber durch den erhöhten Export überkompensiert wird, eine leichte Reduk-