Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 21 (1938)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1938)
- Date
- 1938-02-01
- Page
- None (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XXI. Februar 1938 Nr. 2 Betrachtungen über die Triebkräfte der jüdischen Wirtschaft* Von Dr. E. Bromberger, Jerusalem. Die jüdische Wirtschaft in Palästina wird, wie jede andere Wirtschaft, von einer Vielzahl von Faktoren beeinflußt, die zum Teil wieder in Wechselwirkung stehen, so daß es nicht leicht ist, ihre Bedeutung im Einzelnen abzuwägen. Vergegenwärtigen wir uns den Trend der palästinensischen Wirtschaft, so spielen Einwanderung, Krieggsgefahr im Mittelmeer, Unruhen in Palästina, Fremdenverkehr, Zitruspreise, Weltkonjunktur, Mißernten und eine Reihe von anderen Faktoren eine Rolle, deren Einfluß nicht leicht zu bestimmen ist. Klarheit in bezug auf ihre Bedeutung scheint aber durchaus für die Führung der Wirtschaftspolitik nötig zu sein. Die Kräfte, die die palästinensische Wirtschaft bewegen, lassen sich in auswärtige, außerpalästinensische und innere, innerpalästinensische Faktoren einteilen. Die Kriegsgefahr im Mittelmeer Ende 1935, die den palästinensischen Wirtschaftsaufschwung zeitweilig zum Stillstand brachte, war solch ein auswärtiger Faktor. In dieselbe Gruppe gehören: Einwanderung, Kapitaleinfuhr, Zitruspreise, Weltmarktpreise, Fremdenverkehr etc. Dagegen würden zu den inneren Faktoren gehören: politische Lage (z. B. Araberstreik 1936), Regierungsmaßnahmen im Bereiche der Wirtschaft, Lebenskosten, Mißernten etc. Die Einteilung der Faktoren nach ihrer Herkunft reicht zur Bestimmung ihres Wesens noch nicht aus; wir müssen zunächst diie „außergewöhnlichen" von den „ordentlichen" trennen. Außergewöhnliche Faktoren sind Kräfte, die durch ihr Auftreten den Wirtschaftsablauf entscheidend beeinflussen, mit der Wirtschaft aber