Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 21 (1938)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1938)
- Article
- Die Tagung der Landwirteorganisation [Nachricht]
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 2)
- Language
- German
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tär der Regierung» Johnson, versprach in einer Rede, die Bemühungen um eine Aenderung des Artikels 18 des Mandats (Grundsatz der „Offenen Tür") zu unterstützen. Die Regierung wurde von Vorsitzenden M. Smilanski aufgefordert, für landwirtschaftliche Zwecke eine Anleihe von 300.000 LP. zu gewähren. Eine Entschließung, die die Annahme des Judenstaates empfahl, -wurde abge lehnt, hingegen eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden der Jewish Agcucv ins Auge gefaßt, was für die weitere Entwicklung des Jischuw von großer Bedeutung, ist. , Die Annahme des Grundsatzes 100o/o jüdischer Arbeit konnte nicht durchgesetzt werden. Unter Führung Smilanskis sprach eine Abordnung des Landwirteverbandes beim Hochkommissär vor und brachte ihm dessen Forderungen zur Kenntnis. Sir Arthur Wauchope versprach, sich dafür einzusetzen, daß die vorgeschlagene Anleihe gewährt werde. Ausbau der Wollerzeugung. Die Palestine Wool Co., Haifa, die kürzlich von zwei deutschen Fachleuten gegründet wurde, befaßt sich mit der Verwertung und Ausfuhr der inländischen Wolle. Die Wollerzeugung Palästinas und Transjordaniens wird jetzt durch arabische Händler in die Nachbarländer ausgeführt und von dort als „Syrische Wolle" nach einer primitiven Reinigung verschifft. Sie wird im Ausland für Zwecke verarbeitet, die ihrer geringen (kurzhaarigen, harten) Qualität entsprechen. Die Wolle der jüdischen Produzenten nahm bisher denselben Weg wie die arabische Produktion. Der palästinensische Schafbestand betrug nach der letzten Viehzählung vom Jahre 1934 188.267 Stück (geschätzte Wollproduktion 1934 : 294 Tonnen, 1935: 623 Tonnen). Die Schafzucht in den jüdischen Siedlungen ist in den letzten! Jahren im Aufschwung begriffen (insbesondere in Tel-Joseph, Beth Alpha. Jokneam). Der Schafbestand von 16 Siedlungen erhöhte sich nach dem Bericht der Jewish Agency im Laufe der beiden letzten Jahre von 4200 auf 8000 Stück. Der Verbesserung der Herden durch Kreuzung mit hochwertigen Rassetieren und der Erzeugung guter Wolle und Felle wird starke Aufmerksamkeit zugewendet. Auch die Milchleistung wird erhöht. Die Schafzucht soll künftig einen wichtigen Platz in der gemischten Landwirtschaft einnehmen. Die Palestine Wool Co. beabsichtigt, nicht nur die inländische Wolle, sondern auch Wollschuren aus den Nachbarländern aufzunehmen und sie auszuführen. Es sollen Anlagen zur Sortierung, Reinigung und Verpackung der Wolle errichtet werden. Probeaufträge nach Westeuropa und Amerika wurden bereits vergeben. Das Sinken der Weltmarktpreise und die schwierige Fühlungnahme mit den entfernt liegenden Handelszentren der Welt erschweren vorläufig die Ausfuhr. Für die spätere Entwicklung eines Transithandels dürften Möglichkeiten bestehen. Die Rohwoil-Ausfuhr weist folgendes Bild auf: 1936 Tonnen 148 LP. 6.323 davon nach Syrien davon nach U. S. A. 115 29 4.616 1.550 1. bis 3. Viertel 1937 191 12.245