Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 11-12
- Article
- Militärdienstbefreiung der Rabbiner in der Türkei [Nachricht]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Unter den 100 gewählten Abgeordneten sind bereits zwei Juden, beides Rechtsanwälte. Der eine ist in der Provinz Salonich gewählt worden — Emanuel Carasso, — während Nissim Mazliah, ein Hauptsekretär des Jungtürkischen Komites ,,d' Union et Progres" in Viüajet Aidin aufgestellt war. Sehr bedauerlich ist es, dass Palästina die Heimat der Juden von Arabern, nicht einmal von einem Juden im Parlament vertreten sein wird. Allerdings sind die gewählten Araber Freunde dei Juden. — Der O r i e nt kann im nächsten Jahre bequem und oftne zu grosse Kosten unter Anschluss an die bekannten Bolthausen'schen Gesellschaftsreisen besucht werden. Das soeben erschienene neue, reich illustrierte Programmheft enthält für Januar-Februar 1909 drei Touren nach Ober- Aegypt n bzw. nach dem Sudan, drei vollständige Frühjahrs-O rientr eisen und neun Sommerbezw. Herbstfahrten nach Griechenland, Constantinopel, Syrien, Palästina und Aegypten, Die Reiseroute hat stets den Beifall der Teilnehmer an den bisherigen 25 Orientfahrten gefunden, weil sie nichts auslässt, die Zeit praktisch einteilt, kein Ueberhasten bedingt, eine etwa verhängte Quarantäne vermeidet, weil sie die Eindrücke allmählich steigert, die geringsten Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit stellt, Land- und Seereisen miteinander abwechseln lässt, schroffe Uebergänge beim Klimawechsel meidet und einen Totaleindruck vom Orient vermittelt. Alles Nähere ist aus dem für jeden Reiselustigen, Ansichtskarten- und Markensammler interessanten Programmheft ersichtlich, welches auf Verlangen durch unsere Zeitschrift zugesandt wird. Wir ersuchen alle die, welche eine Palästinareise unternehmen wollen, uns das mitzuteilen. Wir werden gerne den Reisenden in jeder Weise behilflich sein. — Anmeldungen zu Orientfahrten erfolgen auch am besten durch die Zeitschrift „Palästina". — ] gg §8 AUS DEN KOLONIEN jg gg | Ain-Ganim. Während des letzten Laubhüttenfestes fand das Fest der Gründung der neuen Kolonie „Ain-Ganim" (Gartenquelle) statt. Diese Kolonie grenzt an die Kolonie Pethach-Tikwah, von der sie nur 20 Minuten entfernt ist, und stelle einen neuen Typus unter den jüdischen Kolonien dar. Begründet wurde Ain-Ganim vom Odessaer Komitee mit Hilfe einer Anleihevom Jüdischen Nationalfond auf Anregung einer Gruppe von Arbeitern als Arbeiterkolonie, deren Mitglieder durch Arbeit auf fremdem Boden (in Pethach-Tikwah) und Bewirtschaftung ihres eigenen kleinen Grundstückes ihren Lebensunterhalt finden sollen. Der .Besitz eines jeden einzelnen beträgt 15 Duman (1 Duman gleich 91/2 Ar), von denen vier für Strassen, WTege und gemeinsame Kolonieplätze abgehen, ein Duman für das Haus und 10 Dunam am Hause zum Anbau von Gemüse dienen sollen. Der Boden wird in 18 Jahren abgezahlt werden; für Errichtung eines Hauses hatte jeder Arbeiter aus eigenen Mitteln zu sorgen. Der Brunnen (von 19 m 224