Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 11-12
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
- Odesa 1× ep/1000834
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Aber auch Bestellungen auf Werke und Zeitschriften aus Palästina können nunmehr auf diesem Wege besorgt werden. Wer den Verkehr bis jetzt kennen gelernt hat und literarisches Material aus Palästina zu beziehen hat, wird wieder gerne die neue Gelegenheit nutzen. Die Absetzung des Chachambaschi Panigel zu Jerusalem erfolgte durch telegraphische Verfügung des Chachambaschi von Konstantinopel. Es ist noch nichts darüber bekannt, wer der Nachfolger des abgesetzten Chachambaschi werden soll. Zum Nachfolger Hirszenbergs am „Bezalel" in Jerusalem wurde der Maler Arnold Lachowsky aus Odessa berufen. Die Witwe nach Hirszenberg erhielt eine Stelle als Lehrerin der französischen Sprache am hebräischen Gymnasium in Jaffa Der „Bezalel4'* hat für Chanukkah passende Kollektionen, welche Filigran-Arbeiten in Silber, Damaskus-Arbeiten in Bronze, Bilderrahmen, Kleine Teppiche oder Kissenplatten enthalten, zum Preise von 2, 4 und 5 jf zusammengestellt. Bestellungen unter gleichzeitiger Uebersendung des Betrages an die Anglo Palestine Co. in Jerusalem sind zu richten an die Kunstgewerbeschule „Bezalel" in Jerusalem. Der Prediger Kieferndorf, der Juden entstammt, versucht hier ein Diakonis Senheim „] eschuat Z i o n" zu gründen. Es ist sicher, dass eine Zahl von ausgebildeten Krankenschwestern in Palästina sehr nötig ist. Bis jetzt sind es nur christliche Pflegerinnen, die den Kranken zur Verfügung stehen. Diese aber erscheinen eigentlich nicht zur Pflege, sondern zur Bekehrung der Patienten. Die griechische Monatsschrift in Jerusalem „N e a S i o n'' schreibt z. B. hierzu: Denn trauriger Weise suchen ja die Propagandisten gerade unter dem Deckmantel der Nächsten- und Menschenliebe und der hingebenden teilnehmenden Pflege der Kranken für ihre Doktorinnen Proseliten zu werben und waren wir gegenüber solch rücksichtslosem, unverschämtem und zudringlichem Treiben erst kürzlich ge^ nötigt, in Betlehem eine Apotheke und eine ärztliche Station zu errichten. Soweit eine griechische Zeitschrift! Wir können den Gedanken der Errichtung eines Schwesternhauses, wie wir die Anstalt lieber genannt wissen möchten, nur allen in Betracht kommenden Faktoren warm ans Herz legen und hoffen, dass wie soviele andere gute Werke auch dieses bald ins Leben gerufen werden möge. Haifa. Für eine Kleinbahn von Beirut nach Haifa bewirbt sich das Syndikat, das die Beiruter Strassenbahn unternommen hat. Die Konzession soll ihm dieser Tage erteilt werden. Das Unternehmen würde sich hauptsächlich auf den Personenverkehr erstrecken. Jaffa. Ausstellung des Bezalel. Am 2. Tage Chol-hamoed wurde im Bibliotheksaale Schaare Zon in Jaffa eine Ausstellung von Erzeugnissen der Kunstgewerbeschule eröffnet. Die ausgestellten Teppiche, Biiderrahmen* Silberfiligranarbeiten und die Zeichnungen der Schüler legen Zeugnis ab von den Fortschritten der Schule. Die Ausstellung war schon am Eröffnungstage sehr stark besucht. 222