Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 10
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2379786-2379804-2379813--02028-2414174- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Eine sephardische Häuserbaugesellschaft besteht schon seit längerer Zeit, die jedoch nur geringes Kapital besitzt, da ihre Mitglieder (40 an der Zahl) nur einen Monatsbeitrag von 1 Beschlik (ca. 45 Pfennig) leisten. Dagegen hat jedes der 20 Mitglieder der aschkenasischen Gesellschaft bei einem hiesigen Bankhause sofort 120 Frcs. deponiert. Die Baukosten sollen für ein jedes Haus etwa 3000 Frcs. betragen. A11 i t h. Die JCA hat mit der Aufnahme des ihr dort gehörigen Landbesitzes begonnen. Es wurden etwa zehn bisherige Pächter als Kolonisten installiert. Jeder Kolonist erhält ca. 15 ha Land, ein Häuschen und einen Stall, dagegen müssen sich die Kolonisten, mit wenigen Ausnahmen, Inventar und Vieh aus eigenen Mitteln anschaffen. Man beginnt schon mit dem Bau der Häuschen. Leider hat die Regierung nicht erlaubt, die Häuschen auf dem höchsten Punkt aufzubauen und man hat sie auf einem weniger gesunden tiefern Ort bauen müssen. L y d d a. Die Fabrik „A t h i d" vergrössert ihre Arbeitsräume durch einen Neubau und wird nach einiger Zeit neben der Oelfabrikation auch die Seifenfabrikation in ihrer hiesigen Filiale einführen. Jetzt sind in der Fabrik in Beth-Arif 15 Arbeiter beschäftigt. fW a d i - C h a n i n. Der Bau der sechs Häuser auf der Strasse, die den älteren Teil unserer Kolonie (Wadi-Chanin) mit dem neueren (Nes-Zionah) verbinden soll (auf dem seinerzeit von der Geulah angekauften Boden), hat bereits begonnen. Die Errichtung dieser Häuser wurde durch ein Darlehen der I.C.A. im Betrage von 18000 Frcs. ermöglicht. Rj e c h o b o t h. Unsere Kolonie zeichnet sich durch sehr gesundes Wasser aus. Es ist jedoch ein grosser Uebelstand, insbesondere für die entfernteren und auf Anhöhen gelegenen Wohnungen, dass das Wasser von einem entlegenen Brunnen geholt werden muss. Diesem LT ebelstand wird jetzt durch Anlage einer Wasserleitung abgeholfen werden. Für diese Anlage hat Herr Sachs aus Chicago, der unsere Kolonie vor kurzem besuchte, 25000 Frcs. auf 25 Jahre, zu 6 Prozent verzinslich, geliehen. Zum Dank dafür wurde beschlossen, Herrn Sachs aus dem Besitze der Kolonie einen Bauplatz für ein Haus einzuräumen. In den letzten Tagen ist die Vereinigung der Rechobother Weinbauer-Genossenschaft (Agudath-Hakormim) mit dem Syndikat der Wein, bauern in Rischon, dessen Wein durch die verschiedenen Karmelgesellschaften in allen Ländern der Welt abgesetzt wird, erfolgt. Die Agudath Hakormim in Rechobhot hat sich vor vier Jahren als Aktiengesellschaft mit Anteilen von je 500 Frcs. gebildet. Sie hat einen eigenen Keller errichtet, der mit Inventar gegenwärtig einen Wert von ca. 70 000 Frcs. repräsentiert. Trotz grosser materieller Opfer der Mitglieder war die Rechobhoter Weinbauerngenossenschaft schliesslich doch nicht in der Lage, das mit hohen Kosten verbundene Weingeschäft erfolgreich fortzuführen. Der Rischoner Weinkeller zahlte den bisherigen Mitgliedern der Agudath Ha- AUS DEN 198