Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 8-9
- Article
- Jüdische Palästina-Literatur
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 176 (sequence 2)
- Language
- German
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10. Billerbeck: Neue Bestrebungen zur Kolonisierung Palästinas durch Juden. Nathanael XIX. 1903. F. W. G. Mastermann: The Jews in modern Palestine. Biblical World XXI. In späteren Nummern werden wir diese Liste von empfehlenswerten Arbeiten fortsetzen, in der Meinung, dass ein weiterer jüdischer Leserkreis an den aktuellen und wissenschaftlichen Werken über Palästina ein reges Interesse hat. Die angeführte Uebersicht zeigt die Armut der Palästinaliteratur, die sich mit den Juden des Landes befasst- Zionistische Bibliotheken, die speziell die Palästinakunde näher berücksichtigen, werden1 umsomehr auf diese Zusammenstellung zurückgreifen. LITERATUR Lüttke, A., Das heilige.Land im Spiegel der Weltgeschichte^ 6 M., geb. 7 M. (Verlag von C. Berteismann in Gütersloh.) Die Geschichte Palästinas, die zur Weltgeschichte in wichtiger Wechselwirkung steht, ist hier meisterhaft, knapp und doch packend dargestellt. Es ist ein wichtiges Volksbuch, das sich besonders an den christlichen Leser wendet. (Siehe den Teil der Geschichte Jesu und der Jünger.) — Interessant ist das kurze Urteil des Verfassers über die pal. Juden der Gegenwart, So schreibt der sicherlich unparteiische Beobachter über die Chaluka- Juden des Nordens. „In Galiläa ist noch ihr Hauptplatz Tiberias. Hier wohnen überwiegend Juden, kenntlich an ihren Ohrenlöckchen, dem Kaftan und der Pelzmütze, die sie auch im Sommer nicht ablegen. Hier ist eine angesehene Talmudschule. Sauberer ist im Laufe der Zeit Tiberiasdurch sie nicht geworden; nach arabischer Sage wohnt hier der König der Flöhe. Auch in Safed sind noch zahlreiche, meist deutsche Juden,, die Stadt gilt den Juden als heilig, nach jüdischer Meinung soll aus Safed der Messias kommen. Bei den spanischen Juden des Ortes findet sich noch die Vielweibereii . . . Angenehm ist das Urteil über die Schnorrer von Tiberias sicher nicht, aber wahr. Wir hätten es nicht fällen mögen, lum nicht der Parteilichkeit geziehen zu werden. Wenn diese Bücher uns nur die Augen öffnen und uns zeigen, wie und wo wir etwas bessern sollen, so haben sie schon ihren Zweck erreicht. Briefkasten. Leon-Peking: Besten Dank für Ihr Schreiben. cand. Br. in Czernow: Sie dienen uns wirklich unermüdlich. Besten Gruss! Dr. G. in H.: Wollen Sie freundlichst stets reklamieren, wenn es noch einmal vorkommen sollte, dass eine Nummer nicht eintrifft. Was uns betrifft, so wollen wir uns alle Mühe geben, pünktlich und geordnet die Zeitschrift zu editionieren. Leider ist die Verwaltung dieses Jahr aus vielen Gründen keine leichte t Redaktion: Felix Theilhaber, München, Pettenkoferstr. 25. 176 Druck und Verlag von Max Steinebach, München.