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Palästina · 1908-01-01 · Heft 7 · p. Seite 139

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
5 (1908)
Issue
Heft 7
Article
Kinereth [Nachricht]
Date
1908-01-01
Page
Seite 139 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Am Todestage Herzls kamen die Kolonisten und Arbeiter aus den umliegenden Kolonien in Kinereth zu einer Gedenkfeier zusammen. Rechoboth. Die Weinernte ist im vollen Gange, die Qualität der Trauben ist vorzüglich; quantitativ soll die Ernte dagegen geringer sein als im Vorjahre. # w w EINGESANDT. # # # Geehrte Redaktion! Mit tiefer inniger Freude habe ich in der letzten Nummer Ihres geschätzten Blattes gelesen, wie sehr sich der „Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina" für hygienische Anstalten im heiligen Lande interessiert. Wenn unsere Schwestern aus der Ferne nun erst sehen könnten, wie es in Wirklichkeit hier aussieht? — Wohl gibt tes Krankenhäuser hier in Jerusalem, wie ist es aber um die aus dem Krankenhaus entlassenen Rekonvaleszenten bestellt? Mehr als schlimm! Mein Rat ginge dahin, dass wenn meine hochverehrten Schwestern in Deutschland genug Mittel aufbringen könnten, ein Genesungsheim auf dem Karmel ganz in der Nähe von Kaifa zu errichten. Jetzt, da ich es gesagt, wundere ich mich eigentlich, dass ich so kühn sein kann, es nur zu hoffen —j geschweige denn dieser vagen Hoffnung Worte zu verleihen. Und doch wenn ich bedenke, wie wunderschön es dort oben auf dem Karmel mit dem Blick auf das blaue Meer ist! Wie müssten unsere bleichen, elenden, geschwächten Frauen da Kräfte sammeln können! — Und wie würde ein solches Haus als Merkmal jüdischen Könnens, jüdischen Wollens von seiner erhabenen Hohe herableuchten? — Bis jetzt tront nur ein christliches Kloster auf dem echt jüdischen Berg Karmel. Es ist noch ein Traum heute, aber, muss ich mit unserem genialen Führer Herzel ausrufen: „Wenn ihr wollt ist es kein Märchen! — Schwester Jenny Stiebel, Schaare-Zedeck Hospital. | NOTIZEN | Herr Dr. Sandler, Breslau, ersucht uns richtig zu stellen, dass in seinem Artikel über Malaria bei der Besprechung der Anpflanzung von Eukalyptusbäumen in Chederah nicht von mehreren 10,000, sondern von mehreren 100,000 die Rede sein soll. Wir möchten wiederholt darauf hinweisen, bei Bezug von Esrogim solche ausdrücklich von Palästina zu verlangen. <pjie Korrespondenzen aus Palästina, die speziell die jüdische Entwicklung des Landes betreffen, sind aus verschiedentlichen Gründen für die nächste Nummer zurückgestellt worden; wir müssen im Interesse des 139

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