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Palästina · 1908-01-01 · Heft 7 · p. Seite 138

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
5 (1908)
Issue
Heft 7
Article
Chederah [Nachricht]
Date
1908-01-01
Page
Seite 138 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Chederah. Bei der jetzt beendeten Ernte sind zum Schneiden des Getreides fünf Mäh- und Bindemaschinen verwendet und man hat mit ihnen befriedigende Resultate erzielt. Auch von der Umgebung wurden die Maschinen verlangt. Die Ernteergebnisse waren bei Weizen und Gerste besser als im Durchschnitt der letzten Jahre. Erbsen hatten einen mittelmässigen Ertrag. Bohnen waren schlechter als mittelmässig. Es besteht lebhafte Nachfrage nach jüdischen Arbeitern; es war aber trotz Anfrage bei der Arbeiterorganisation Hapoel-Hazair nicht möglich, jüdische Arbeiter zu finden. Ekron. Die Ernte ist beendet und die Ergebnisse sind sehr gut. Selbst auf dem Lande von „Mansarah", dass von den Ekroner Kolonisten erst vor zwei Jahren bebaut wurde, ist die Ernte sehr befriedigend. Mit dem Oscher Jiat die Kolonie alljährlich Schwierigkeiten dadurch, dass sie den Oscher nicht für sich allein, sondern zusammen mit drei arabischen Dörfern zu zahlen hat. Auch in diesem Jahre war es sehr schwer, die Forderungen für den Oscher auf eine den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende Höhe herabzudrücken. Die Kolonie leidet unter dem Mangel an jüdischen Arbeitern. Bisher sind nur arabische Arbeiter, ungefähr 30 an der Zahl, beschäftigt. Die Kolonie, die fast ausschliesslich Körnerbau betreibt, erfreut sich vor anderen jüdischen Kolonien einer grossen Stetigkeit ihrer Bewohner. Von den Kolonisten, die die Kolonie vor 23 Jahren gegründet haben, sind bis auf zwei Leute noch heute alle in der Kolonie ansässig. Allerdings ist auch kein Zuzug von neuen Kolonisten zu verzeichnen gewesen. Gederah (Katra). In unserer Kolonie gibt es jetzt viel Arbeit und es herrscht ein reges Leben. Wiewohl der Ausfall der Ernte sich noch nicht vollständig übersehen lässt, kann man doch im allgemeinen schoT:«. jetzt dieses Jahr als ein sehr befriedigendes bezeichnen. Nach jüdischen Arbeitern, die insbesondere zur Herstellung von Wein und Alkohol gebraucht werden, besteht hier zurzeit grosse Nachfrage. Gegenwärtig arbeiten in der Kolonie 15 sephardische und fünf aschkenasische Arbeiter. Die sephardischen Arbeiter haben ihre Frauen, welche ebenfalls! in der Kolonie Arbeit finden, und ihre Kinder mitgebracht. Die Abschätzung des Oschers ist diesmal dank der Intervention des neuen Kaima-* kams in Gaza, der ein sehr rechtschaffener nnd gewissenhafter Beamter ist, in gerechter Weise vor sich gegangen. Einige Kolonisten und Kolonisten-Söhne haben bei der Geulah und den Chowew ,Zion Land gepachtet. Einige von unseren jungen Leuten müssen leider, da sie zu wenig Boden besitzen, unsere Kolonie verlassen; sie werden sich nach Galiläe begeben, um dort bei der Ica Land zu pachten. K i n e r e t h. Die Arbeiten, welche die P. L. D. C. in Kinereth (dieser Name ist dem Nationalfondlande in Dalaika und Umeldjune gegeben worden) begonnen hat, gehen rüstig vorwärts. Man ist damit beschäftigt, das Land, das noch niemals mit einem europäischen Pfluge gepflügt worden ist, in europäischer Weise zu bearbeiten. Das kleine Wirtschaftsgebäude wird repariert und erweitert. 138

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