Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 5-6
- Article
- Neue Regierungsstellen in Palästina [Nachricht]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 112 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
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tär-Wachhäuser, Telegraphenämter, Beamtenwohnungen und Moscheen errichtet; in Birseba wird eine landwirtschaftliche Schule errichtet. Zur Installierung dieser neuen Behörden begab sich der Mutessarif E k r e m Bey in Begleitung einer grossen Suite im Mai nach den genannten Orten. Diese Gelegenheit benützte er auch zur Einführung des Zehents und auf der Rückkehr hat er in Gaza und Jaffa, wo er längeren Aufenthalt nahm, die Steuerverpachutng durchgeführt. Deutsche nach dem Meru. Ende vorigen Jahres wurde über die Absichten deutscher Kolonisten aus Palästina, sich am Meruberge niederzulassen, berichtet. Die „Deutsch- Ostafrikanische Zeitung" meldete damals, dass die beiden Vertreter, die die deutschen Kolonisten aus Palästina nach dem Meruberg geschickt hatten, sich durchaus davon überzeugten, dass eine Siedelung wohl möglich sei und auch entsprechende Rentabilität verspreche. Das Blatt wies darauf hin, dass nach Möglichkeit diesen Ansiedlern entgegenzukommen sei, da es sich um bewährte deutsche Kolonisten handelt, die nämentlich in den letzten Jahren sich in Palästina unter den schwierigsten Verhältnissen behaupteten. Eine etwaige Ansiedelung am Meruberge würde nicht nur von einigen Familien erfolgen, sondern von einer stattlichen Gesamtheit, die eine geschlossene Ansiedelung anstreben, bei der sich Landwirte und 'Handwerker in entsprechendem Verhältnis beteiligen. Die gleichzeitig beabsichtigte Errichtung einer Schule und einer Kirche würden zur Vervollständigung des .geschlossenen Charakters dieser Ansiedelung noch wesentlich beitragen. Ueber den Plan schrieb kürzlich ein in Palästina ansässiger deutscher Kolonist einem Ansiedler in Mrorogoro u. a. folgendes: „Das Interesse für Deutsch-Ostafrika ist hier sehr gross. Gestern hatten wir unter Beisein des hiesigen Konsuls eine Zusammenkunft wegen der Deutsch-Ostafrika-Sache. Sie war sehr stark besucht. ,Wir arbeiteten eine Eingabe an das Besiedelungskomitee aus, welche zahlreiche Unterschriften finden wird. Wenn sich das Reich oder Besiedelungskomitee entgegenkommend zeigen, liegt die Möglichkeit einer zahlreichen Uebersiedelung vor. Vor allem wird die Bahnfrage oder Verkehrsverbindung, welche unbedingt in den nächsten Jahren hergestellt werden dürfte, in den Vordergrund treten. Denn ist keine Verkehrsverbindung in den nächsten Jahren in Aussicht, um alsdann Produkte sowie Gerätschaften schnell und billig verfrachten zu können, so ist eine gedeihliche Entwicklung einer Ansiedelung am Meru zweifelhaft oder ausgeschlossen." Administrative he Nachrichten. Der Wali von Beirut (General-Gouverneur der Wilayetr) Chalil-Pascha ist plötzlich telegraphisch abberufen worden mit der Aufforderung, auf nächst abgehendem Dampfer nach Konstantinopel sich zu. begeben. Auf demselben telegraphischen Wege ist der Wali von Damaskus zu seinem provisorischen Stellvertreter ernannt worden. — 112