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Palästina · 1908-01-01 · Heft 5-6 · p. Seite 109

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Journal
Palästina
Volume
5 (1908)
Issue
Heft 5-6
Article
Vom Herzlwald bei Lydda [Nachricht]
Date
1908-01-01
Page
Seite 109 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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in Wilna dem Jüdischen Nationalfonds geschenkten Terrain in Chedera sind 110 Dunam im Frühjahr 1907 mit Oliven bepflanzt worden. Die Bäumchen sind so gut gewachsen, dass im Frühjahr 1908 bereits der grössere Teil derselben gepfropft werden konnte. In Lydda hat der Verein eine Baumschule angelegt, aus der das Pflanzenmaterial für den HerzT-Wald gewonnen werden soll. Auch der Stand dieser Baumschule ist sehr befriedigend. Galiläa. Die Entwicklung der jüdischen Kolonien in Galiläa, namentlich in der Umgegend von Tiberias, macht in erfreulicher Weise beachtenswerte Fortschritte. Es ist zu beobachten, dass hier sich der so lange angestrebte und arbeitsame Bauernstand allmählich entwickelt. Die Kolonisten daselbst arbeiten meistens «mit Hingebung, lieben ihren Boden und hoffen liur auf die Ergebnisse ihres Fleisses, das sind eben die elementaren Züge des Bauerntums, die bisher dem Kolonisten fehlten. Die Umwälzung der Gemüter in der besseren Richtung hat erst in den letzten Jahren begonnen und ist noch lange nicht vollendet. Es steht auch eine Vergrösserung der Kolonistenbevölkerung in Galiläa bevor. Die Administration der Ica hat den Kolonistensöhnen einiger weinbautreibenden Kolonien in Judäa den Vorschlag gemacht, dass dass sie sich auf ihre Ländereien bei *den galiläischen Kolonien niederlassen möchten, wo die Ica ihren Boden und Inventar unter günstigen Bedingungen zur Verfügung stellen wird. Viele haben diesen Vorschlag bereitwillig angenommen, wodurch die bevölkerungsdürftigen Galiläa-Kolonien neuen Zufluss von Ansiedlern erhalten. Arbeiter-Siedlungen. Die Administration der Ica hat auch letztens einen Teil ihres Bodenbesitzes in Aj 11 i t, .zwischen Haifa und Zichron.Jacob an eine ^Anzahl jüdischer Arbeiter amter gewissen Bedingungen verpachtet. Es entsteht somit in diesem internationalen Platze, der schon längst eine jüdische Niederlassung ist, eine kleine jüdische Ansiedlung. — Die Arbeiter, die zu Feds c h a bei Petach Tikwa eine Siedelung mit Hilfe des Odessaer Komitees Choweveh Zion errichteten, sind jetzt fleissig am Bau der noch fehlenden Häuser begriffen. Sie sind voll Enthusiasmus und glauben an ihre Sache; sie hoffen, sich ein halb selbständiges wirtschaftliches Leben in der nächsten Zukunft schaffen zu können. Sie haben ihrer kleinen Ansiedlung den wohlklingenden hebräischen Namen „En-Ganien" gegeben. Kreditgenossenschaften. Den bereits existierenden kooperativen gegenseitigen Leihgenossenschaften jschliesst sich nächstens noch eine an. Dank der Initiative der rührigen Arbeiterorganisation „KapoeLHajoir" und dem Entgegenkommen der Anglo-Palestine Company wird bei der letzteren eine Arbeiter-Kreditgemeinschaft "auf Basis gegenseitiger Verantwortlichkeit gegründet werden. Zweck dieser eigenartigen Genossenschaft ist, den jüdischen Arbeitergruppen in den Kolonien den zur Errichtung von gemeinsamen Küchen und anderer gemeinnützigen Unternehmungen nötigen Kredit zu gewähren. Die Genossenschaft soll zunächst aus 100 Mitgliedern bestehen. 109

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