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Palästina · 1908-01-01 · Heft 5-6 · p. Seite 104

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Journal
Palästina
Volume
5 (1908)
Issue
Heft 5-6
Article
Die Minerale der Sinai-Halbinsel
Date
1908-01-01
Page
Seite 104 (sequence 2)
Language
German
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zwischen 0,6 bis 1,3 m. An manchen Stellen ist das Erz reiner Hämatit, an anderen eine Mischung von Hämatit und Manganoxyd, an dritten Stellen wieder reines Manganerz. Untersucht sind die Vorkommen im Wady Malah und Wady Nasp und in einer alten Erzgrube im Wady >Halliw. Zur Entfernung der Fundstelle von der Küste gesellt sich noch der Umstand, dass an den Fundstellen kein Feuermaterial vorhanden, als grosser Nachteil. lieber die technischen Fortschritte berichtet der „Schwäbische Merkur", dass ein Regierungserlass ergangen sei, der gestattet, jdie starken Gewässer des Jordans, des auch den Arabern (heiligen Flusses, auszubeuten und zwar zur Erzeugung des elektrischen Stromes, der zur Beleuchtung Jerusalems, sowie zur Bedienung von Fabriken, Mühlen und anderen Betrieben erforderlich ist. Die nötigen Untersuchungen und Vorbereitungen dazu sind bereits abgeschlossen. Die Gewässer des Jordans in der Entfernung von einer Stunde von Jericho sollen ferner zur Bewässerung der benachbarten Gefilde in die Umgebung der Stadt geleitet werden. Der Boden der Jordanaue ist sehr .fruchtbar, und es besteht kein Zweifel, dass die Bewässerung dem Sultan, der tfast die ganze Aue zu seinem Domänenbesitz gewonnen hat, dem Staatsschatz und etwaigen Privatbesitzern bedeutenden Nutzen bringt. Auch die O b e r«. fläche des Toten Meeres wird sich verändern. War es vor einem Dutzend Jahren einem nahe gelegenen griechischen Kloster erlaubt worden, ein klenies Dampfboot die schweren Fluten des Salzsees durchschneiden zu lassen, so hob nach wenigen Jahren ein Firman diese Dampfschiffahrt wieder auf. Jetzt wird eine besondere Gesellschaft Dampfer ankaufen, die alle Teüe des Meeres durchkreuzen sollen. Damit wäre dann nicht bloss eine einzigartige Poesie zerstört, sondern es ist unerfindlich, wohin diese Boote einen Verkehr bringen sollen, da die steilen Ufer des Sees mit den ^mächtigen sonnendurchglühten Bergen keine Ansiedlungen aufweisen. Nicht wenig werden die Beduinen und wandernden Araber zwischen der alten Philisterstadt Gaza und dem enggebauten Jaffa aufschauen, wenn sie in Bälde 'Lastautomobilen begegnen, die dem Verkehr zwischen diesen beiden, etwa 50 Kilometer auseinander liegenden Städten aufhelfen sollen. Ebenso be^" deutsam ist der Plan, die Gewisser des nahr el-'audsche, der sich einige Kilometer nördlich von Jaffa ins Mittelmeer ergiesst, durch eine Rohrleitung nach Jaffa zu führen, teils um die berühmten Orangengärten der schwäbischen Kolonie zu speisen, teils um dem Bedarf der ^Städter zugute zu kommen. Damit wäre freilich der kühne Plan des verstorbenen Baurats Dr. 'Schick in Jerusalem unmöglich gemacht, der das Wasser des nahr-el-'audsche (durch Pumpwerke in die hl. Stadt geleitet sehen wollte, um die höchst nötige Wasserversorgung herbeizuführen. Bisher konnten die Besitzer der Jaffaer Orangeplantagen nicht den vollen Ertrag aus ihrem fruchtbaren Boden ziehen, weil es ihnen an den grossen Mitteln fehlte, Brunnen in genügender Anzahl zu graben und Petroleum. Motore aufzustellen- Sobald aber das Wasser des Flusses in die Gärten fliessen wird, kann sich der Orangenhandel, der schon jetzt von grösser Bedeutung ist, gewaltig entwickeln. Man wird vielleicht nicht fehl gehen, wenn man diese 104

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