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Palästina · 1908-01-01 · Heft 4 · p. Seite 76

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Journal
Palästina
Volume
5 (1908)
Issue
Heft 4
Article
Sichron Jaakob [Nachricht]
Date
1908-01-01
Page
Seite 76 (sequence 2)
Language
German
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Wirtschaftsbetriebe. Der Bruttoertrag mancher Kolonisten beläuft sich auf 7000 Franken jährlich, wobei der Nettoertrag sich auf etwa 3500 Franken stellt. Im Durchschnitt kann der Nettoertrag des Feldbaus (mit Ausnahme der Gartenwirtschaft) für den einzelnen Kolonisten auf etwa 1500 Franken berechnet werden.. Da die Kolonie Sichron Jaakob zum grössten Teile Bergland darstellt, so sucht man hauptsächlich Oelbaumpflanzungen anzulegen. In der letzten Zeit ist man auch bestrebt, Fahrwege und Chausseen und sonstige Verkehrswege zu schaffen, zu welchem Zwecke die Kolonie von der Anglo-Palestine-Company ein Öarlehen von 12,000 Franken aufgenommen hat. Ferner haben die Kolonisten mit Hilfe der A. P. C. eine genossenschaftliche Leihkasse gegründet, die etwa 100 Mitglieder zahlt. Daß Verhältnis der Kolonie zur Regierung ist ein sehr gutes. Da die Kolonisten blps amerikanische Gärten besitzen, brauchen sie für die Gärten den Zehnten nicht zu entrichten, weil die Regierung für die Anlagen auf 'die Dauer von 10 Jahren den Zehnten erlassen hat. Vom Getreidebau beläuft sich der Zehnte mit allen Nebenausgaben auf etwa 13 Prozent. Die Schule der Kolonie zählt jetzt etwa 200 Schüler. Petach Tikwah. Fortschritte im Orangenbau. Die Kooperativgesellschaft „Pardess", die von der Mehrzahl der jüdischen Gutsbesitzer zur Verpackung, zum Versand und Verkauf von Organen begründet worden ist, hat heuer ein grosses Magazin gebaut, das 10,000 Kisten Orangen fassen kann. Ausserdem hat der Pardess die Agentur einer Schiffahrtsgesellschalt übernommen, die ihm ermöglicht, seine Früchte zu guten Bedingungen zu versenden. Die Orangenkultur hat sich in Jaffa in bemerkenswertem Umfang entwickelt. Augenblicklich besitzen die jüdischen Grundbesitzer 350 Hektare mit Orangenbäumen bebautes Land, die jährlich 60,000 Kisten Orangen produzieren, bei einer Gesamtproduktion, des Landes von 600,000 Kisten. Wenn alle den Juden gehörigen Orangengärten in vollem Betrieb sein werden, ist ein jährliches Ergebnis von 200,000 Kisten zu erwarten. Dieses gute Gedeijien ist der Intelligenz der Ansiedler zu verdanken. Sie. habexx das« Bewässerungsystem verbessert, behandeln die Krankheiten der. OBäujme aufs sorgfältigste und verschaffen sich unter grossen Kosten das zur Bewässerung erforderliche Wasser durch rationelle Grabungen und durch Einführung von Filtern, die das Versanden der Brunnen verhindern. Moza. Das Studentenkomitee zur Errichtung eines HerzK Denkmals in Moza bei Jerusalem, hatte die Absicht, an der. Stelle, wo Herzl eine Zypresse gepflanzt, zur Ehrung unseres verewigten Führers. einen Denkstein zu errichten. Nun hat Herr Direktor Levontin, der Leiter des Unternehmens zur Errichtung eines Waisenhauses an gleicher Stelle, 'das Ansuchen gestellt, die vorhandenen Geldmittel diesem Zwecke zuzuführen, dem das Komitee (Adresse: O. Krasny,, Wien II,. 76

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