Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Neue jüdische Kolonie in Erez Jisrael [Nachricht]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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eine zweite Kolonie auf derselben Basis wie Rdchoboth ins Leben zu rufen. An dieser neuen Kolonie beteiligen sich fast ausschliesslich wohlhabende amerikanische Juden, die eine Gesellschaft mit gleichen Anteilen bilden und gemeinsam den Landkomplex kaufen und bewirtschaften lassen werden. Das Technikum in Palästina. Dr. Nathan und Achad Haam sind für die Errichtung des Technikums ins Haifa, während andere angesehene Persönlichkeiten Jerusalem als den geeignetsten Platz betrachten. Nach der Ansicht von Dr. Nathan ist Haifa deshalb vorzuziehen, weil es durch seine Lage am Meere, sowie durch seine Eisenbahnverbindung mit ^Damaskus einer grossen Zukunft entgegengeht. Der Handel wächst dort zusehends, und auch die; Industrie ist in ständiger Entwicklung begriffen. In Haifa wird jetzt der Hafen ausgebaut, und die Stadt wird so immer mehr zum wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt Palästinas. Es muss frühzeitig dafür gesorgt werden, dass in Haifa ein starkes jüdisches Zentrum erstehe, um die durch die Lage der Dinge geschaffenen 'wirtschaftlichen Vorteile für die Juden auszunützen. Die Gründung der technischen Schule in Haifa würde sicherlich nach dieser Richtung hin sehr viel nützen. Die Partei, welche für die Errichtung des Technikums in Jerusalem ist, weist auf die Notwendigkeit hin, dem bestehenden jüdischen Zentrum in Jerusalem neue Lebenskraft zuzuführen. Der Einfluss der Juden in Jerusalem, und die Rolle, wrelche sie im Lande spielen, würden dadurch eine wesentliche Hebung und Stärkung -erfahren. Dir. Nathan hat sich nach Beirut begeben, um mit der dortigen administrativen Behörde persönlich zu verhandeln. Es wäre sehr zu wünschen, dass diese Verhandlungen Erfolg hätten, denn, wie die Dinge einmal liegen, muss doch Haifa zweifellos als der geeignetste Platz für das neue Technikum betrachtet werden, wenn es nicht gegenwärtig überhaupt der einzige Ort ist, an dem die Errichtung* einer höheren technischen Schule den Juden und dem Lande wirkliche Zukunftsaussichten eröffnet. Die Befürchtungen eines überwiegend deuN sehen Einflusses, die der Wali auch vom Technikum zu hegen scheint, wird Herr Dr. Nathan sicher durch Hinweise auf die Zweckbestimmung der Schule entkräften können. AUS DEN HAUPTSTÄDTEN §g | Jerusalem. Hebräische Postdrucksachen. Die österreichische Postverwaltung Hess für den' Verkehr mit Palästina Postdrucksachen, Postkarten, Anweisungen etc. mit hebräischem; Text anfertigen. Das ist ein neuer Beweis dafür, dass die hebräische Sprache unter den Juden Palästinas mehr und mehr zur Umgangsspr-^- ------\ Unserer Redaktion liegen schon Karten vor. — 73