Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Esrogimfrage
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 49 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Durch die Pflanzung der Esrogim könnten die bestehenden jüdischen Kolonien eine weitere rentable Beschäftigung erhalten, neue in Aussicht darauf gegründet werden. Nur die p r a k - tische Durchführung (die Ausschaltung der griechischen Händler und der arabischen Lieferanten) macht Schwierigkeiten. Aber nur scheinbar. Ganz neue Erwerbszweige hat der Hilfsverein der deutschen Juden in Galizien eingeführt und der Haarnetzindustrie, der Konfektion etc. Eingang auf den Weltmarkt verschafft. Die jüdischen Bauern wollen 'gerne die Esrogim bauen und die Frommen aller Länder werden, erst einmal aufgeklärt, sicher nur jüdische Esrogim kaufen. Fehlt also nur die vermittelnde Hand, nur die Organisation, die damit den jüdischen Bauern helfen will. Und die sollte Sich nicht finden? Wir wissen, dass der Esra, der Hilfsverein, der Misradi, das Palästina-Ressort der Zionisten und die Palästina-Kommission der Orthodoxen gerne jede Arbeit für P. leisten. Wir glauben, dass die Lösung dieser Frage im Bereiche Ihrer Aufgaben liegt. Vielleicht, dass ein Zusammenarbeiten mehrerer dieser Organisationen die Arbeit fördert. Doch das ist Sache der Organisation, die die Esrogimfrage aufrollen wird. Hoffen wir, dass wir dies bald den Palästinafreunden künden können. * * * -□ „Serubabel", Monatsschrift für jüdische Interessen in Palästina. Unter den Palästina gewidmeten Publikationen, welche in der letzten Zeit erschienen '.sind, verdient die Monatsschrift „Serubabel" ganz besondere Beachtung. , Mehr für die Bevölkerung Osteuropas bestimmt, ist sie in Yiddisch geschrieben. Die ersten beiden Hefte bieten neben Arbeiten vom Herausgeber Dr. Sam. Rappuport in Lemberg solche von J. Schneider: ,*Das jüdische Proletariat und die Arbeit in Palästina"; Dr. Fischkin: „Die jüd. Landentwicklungsgesellschaft in P."; Seidmann: „Die jüdische Arbeiterfrage"; Ussyschkm: „Zwei Fragen" und vieles andere. Ganz besonders lesenswert sind die Korrespondenzen aus Palästina, welche über alles nur einiger massen Wissenswerte aus Palästina berichten. Der Abonnementspreis von 2 Mark pro Jahr ist so billig, dass jeder Gönner Palästinas die Zeitschrift lesen sollte. D>er Reinertrag wird Zwecken Palästinas zugeführt. J. FränkeL 49