Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Kirche, Schule und Mission
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Haifa 2× ep/1047930
- Hebron 1× ep/1047559
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
OCR text
Gemeinde selbst zählt aber gegenwärtig nur 70 Seelen; drei englische Missionare und Aerzte sind dabei verwendet. Auch in Jaffa und in Safed in Galiläa ist eine kleine Judenmission. Viel jünger als die Londoner Judenmission ist die der schottischen Freikirche. Sie hat nur zwei Stationen, eine in Tiberias, die andere in Hebron, beide Gemeinden sind ganz klein. Weit bedeutender als die Judenmission ist die Mission der englischen kirchlichen Missionsgesellschaft, die fast ausschliesslich an eingeborenen Christen arbeitet, und ihre Hauptstationen in den grossen Städten des Landes, in Jerusalem, Jaffa, Gaza, Nablus, Nazareth, Haifa und Salt hat. Die Zentralstelle der ganzen Arbeit ist in Jerusalem, wo der Missionssuperintendent seinen Sitz hat und die meisten Missionsveranstaltungen und Schulen sich befinden. Es sind 3 evangelische Geistliche und 3 Aerzte, 5 englische Lehrer, 41 Damen als Missionarinnen, 2 eingeborene Aerzte, 8 eingeborene Geistliche, 122 eingeborene Lehrer und Lehrerinnen, 2331 Gemeindeglieder und 59 Schulen mit 3155 Schülern. Rein deutsche Gemeinden finden sich in Jerusalem, Jaffa und Haifa, die sich um die verschiedenen Missions- und Wohltätigkeitsanstalten gruppieren. Eine eigene deutsche Schule mit 65 (Kindern, einem Hauptpfarrer mit dem Titel Propst und einem Hülfsprediger, der zugleich Schulleiter ist, und 186 Gliedern ist in Jerusalem. Die Gemeinde in Jaffa zählt 124 Glieder, die in Haifa 156. Die deutsch-evangelischen Kirchen haben zusammen rund 440 Seelen. Templergemeinden gibt es noch 5; in Jerusalem, Jaffa, Sarena, Wilhelma bei Jaffa und Haifa. Es sind zusammen J330 Seelen, einschliesslich 240 Schülern. Arabisch-protestantische Gemeinden gibt es in Jerusalem, Bethlehem, in den Filialen Betschaia und Bet Sahur, im ganzen 341 Personen. >Dazu kommt noch das Syrische Waisenhaus in Jerusalem und das Mädchenwaisenhaus der Kaiserswerther Diakonissen, Thalita Kumi. Die übrigen deutscharäbischen Gemeinden stehen alle unter der Hand de;s Berliner Jerusalemsvereins. Drei amerikanische; Gesellschaften haben ebenfalls kleine Gemeinden gesammelt. Die griechischorthodoxe Kirche zählt etwa <50,000, die römisch-katholische rund 135,000 Seelen. Die Esrogimfrage. Wir laufen Gefahr mit, unseren Zeilen, keine Beachtung mehr zu finden. Weil die Esrogimfrage mehrmals erörtert wurde* Wir wollen auch heute nicht viel neues bringen, umsomehr als wir Juden ja alle einig sind, dass die Esrogim, die einem1 echt jüdischen, heiligen Zweck zu dienen haben, von den jüdischen Bauern Palästinas und nicht von den dortigen arabischen oder den Griechen zu pflanzen und zu beziehen sind. 48