Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Anthropologische Erforschung der palästinensischen Juden [Nachricht]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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die nötigen Mittel zur Verfügung gesteHt, um die Juden Palästinas und der benachbarten Länder anthropologisch zu untersuchen. Es ist zu hoffen,, dass durch die Unrei=>uchungen des auf dem Gebiete der Anthropologie der Juden seit langem bewährten Forschers das jüdische Rassenproblem seiner Lösung näher gebracht werden wird. Ausgrabungen in Palästina. Zwei deutsche Archäologen haben kürzlich die Erlaubnis zu Ausgrabungen an verschiedenen Stellen erhalten und hah^n nun in der Umgegend von Haifa damit begonnen. Die Grabungen finden auf einem Platze statt, auf dem vor Zeiten eine Synagoge st .nd. Für die Expedition zur Untersuchung des Toten Meeres wurden durch die Jrade des Sultans neben Prof. Blanckenhorn noch folgende Juden ernannt: Treidel, Aaronsohn, Ahroni (Raswjet). Unsern Lesern sind diese als alte Mitarbeiter und bekannte Vorkämpfer für unsere Ziele bekannt. Wie wir aus Palästina hören, war Herr Treidel leider verhindert, an der Expedition teilzunehmen. Palästina. — Die projektierte Bahn von Haina nach Nabulus und Jerusalem wird nunmehr definitiv in Angriff genommen und soll innerhalb zweier Jahren vollendet sein. Wiewohl Haiffa eine von der Natur bevorzugte Lage geniesst, so dürfte sich doch der Bau eines Hafens als notwendig erweisen. Es steht zu befürchten, dass die neue Bahn, deien Länge 100 bis 120 englische Meilen betragen wird, Jaffa mindestens eines Teiles seines Pilger- und Passagierverkehrs berauben dürfte, um so mehr,, als die türkische Regierung alles tun wird, was in ihrer Macht steht, um Haiffa auf Kosten Jaffas, schon im Interesse der dem Staate gehörenden Hedschas-Bahn zu bevorzugen. Seine Bedeutung als Hafenplatz für Jerusalem und Umgebung dürfte jedoch Jaffa schwerlich jemals verlieren. Schiff, der vielfache Millionär aus New-York weilte vor kurzem einige Ta^e in Jerusalem und beschenkte die dortigen Wohltätigkeitsinstitutionen mit kleineren Summen. Er will wiederkommen. Herr Moser, der Gönner des hebräischen Gymnasiums von Jaffa. Mitglied des zionistischen Actions-Comites, ist vor kurzer Zeit nach Palästina, gekommen. Kandwerkerschule. Vor einigen Wochen fand hier die Grundsteinlegung des neuen Hauses für die Hand werker schule statt, die feierlich begangen wurde. Das Unternehmen ist ganz aus orthodoxen Kreisen hervorgegangen und lediglich aus palästinischen Mitteln, ohne Unterstützung 'der Diaspora, entstanden. Die Schule hat in ihrem alten Heim im Laute des Jahres ihres Bestehens bereits 20 Zöglinge ausgebildet und sie in die Lage gesetzt, sich eine eigene Existenz zu verschaffen. BrieffeaftetL Die Zeitschrift erscheint fortab regelmässig monatlich und wird mit der stetk; steigenden Auflage verbessert werden. - Redaktion: Felix Theilhaber, München, Pettenkoferstr. 25. ob Druck 3Iax Steinebach, München.