Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 5 (1908)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Arbeiter-Heimstätten in Palästina [Nachricht]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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worden und es steht zu erwarten, das», wenn die Gesellschaft erst mit Unterstützung der palästinafreundlichen Presse in weiteren Kreisen bekannt geworden sein wird, sie in kurzer Zeit wird ans Werk gehen können. Zahlstelle ist die jüdische Kolonialbank (Jewich Colonial Trust), London. Zeichnungen nimmt das Berliner Büro, Berlin W. 15, Uhlandstr. 175 entgegen, das auch alle näheren Auskünfte erteilt. flus ben Kolonien. Rischon-le-Zion. Zu Beginn des Monats Schebat war hier ein Wetterumschlag eingetreten. Anstatt der üblichen Kälte herrscht jetzt eine unerträgliche Hitze, die die Weinbauern wegen ihrer möglichen schädlichen Folgen für die Ernte in Besorgnis setzt. Seit ca. zwei Jahren besteht hier unter dem Namen „Achusah" eine Gesellschaft für Landankauf. 23 Kolonisten sind an ihr beteiligt. Bisher hat die Gesellschaft bereits ca. 2000 Dunam Land erworben. Auch die JCA hat sich an der Gesellschaft beteiligt und ihr beträchtliche Geldmittel gewährt. Neuerdings ist noch eine zweite Landerwerbsgesellschaft unter dem Namen „Rischonah" begründet worden, die demnächst einen grösseren Komplex im naheliegenden Dorfe Zifriah kaufen will. Jüngst fand hier eine Versammlung von Aktionären des Jewish Colonial Trust statt, in der sich fast sämtliche Aktionäre für die Abänderung der Statuten ausgesprochen haben. Endlich kam die Kolonie zur Einsicht, dass der schöne Gemüsemarkt, den die Araber alltäglich aufstellen, nicht der Kolonie zum Vorteil gereicht, und beschlossen, eine Wasserleitung zu machen, die jedem Kolonisten die Möglichkeit gibt, sein Gemüse selbst zu bauen. Ueberhaupt beweisen die Kolonisten, dass sie mehr Vertrauen verdienen, als man ihnen bei Uebergabe der Kolonie geschenkt hat. Nach langer Depression ist hier endlich wieder ein Aufblühen des Geschäftslebens zu verzeichnen. Der Verkauf von Wein der Karmelgesellschaft zeigt wieder ein erfreuliches Aufblühen. Die Lesehalle ist jetzt wöchentlich viermal geöffnet, und wird von den Kolonisten eifrig besucht. Die Bibliothek verfügt über eine grosse Anzahl auch nichtjüdischer Werke, auch liegen sämtliche jüdischen Zeitungen auf. Das Bureau des Hapoel-Hazoir macht bekannt, dass in der Nachbarschaft von Tiberias und Sedschera Nachfrage nach Arbeitskräften herrscht, die dort gegen hohen Lohn beim Austrocknen der Sümpfe Beschäftigung finden können. Die letzten Regengüsse haben auf die Landarbeit sehr wohltuend gewirkt, die Arbeiten sind jetzt in vollem Gange. Ein langgehegter Wunsch unserer Kolonien soll jetzt in Erfüllung gehen. Seitdem die Kolonisation wuchs, wurde das Bedürfnis nach einer offiziellen Vertretung bei der türkischen Regierung oft lebhaft empfunden. Die Angelegenheit ist nun in die Hände eines Rechtsanwalts gelegt und in die richtigen Wege geleitet worden. Nes-Zionah. Infolge deä Ankaufs eines 700 Dunam grossen Landgutes durch die „Geulah" sind die bisher getrennten Kolonien Wadi-Chanm 15