Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1937)
- Article
- Der Budgetvoranschlag [Nachricht]
- Date
- 1937-12-01
- Page
- Seite 639 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Ausgaben für Sicherheit usw. sind also zusammen mit lt3 Millionen Pfund veran- Die neue Einwanderungs-Verordnung. Das Amtsblatt veröffentlichte am 10. November eine Verordnung, die das Einwanderungsmaximum für die laufenden acht Monate festsetzt. Die Gesamtzahl der Einwanderer sämtlicher Kategorien, Juden und Nichtjuden, wird für die Zeit vom August 1937 bis 31. März 1938 mit 9600 festgesetzt. Der endgültige Text der Verordnung enthält zwei bedeutsame Änderungen, indem er von dem am 21.' Oktober veröffentlichten Entvfurf insofern abweicht als der Ausdruck »jüdische Rassein der Klausel, die sich auf die Einwanderungshöchstzahl bezieht, wegfällt und ein neuer Satz hinzugefügt wird, der feststellt, daß die gesamte Klausel eine provisorische Maßnahme darstellt, deren Gültigkeit am 31. März 1938 oder an einem vom. Hochkommissär mit Zustimmung des Kolonialministers bestimmten späteren Zeitpunkt abläuft. 1780 dieser 9600 Einzelzertifikate sind Arbeiterzertifikate für die sechs Monate Oktober 1937 bis März 1938. von denen die Jewish Agency 1500 zur Verteilung erhält, während 280 in Reserve gehalten werden. 600 sind für Angehörige der Arbeiter bestimmt, während der Rest für Kapitalisten, Beamte religiöser Körperschaften. Studenten und Angehörige bereits in Palästina ansässiger Personen reserviert ist. Dr. Joseph Lourie gestorben. Dr. Lourie, der langjährige Leiter der Erziehungsabteilung des Waad Leumi, ein sehr angesehener hebräischer Publizist und Pädagoge, ist am 3. Dezember im Alter von 71 Jahren gestorben. Die Tätigkeit des Zentralbüros für die Ansiedlung deutscher Juden in Palästina. In seinem dem XX. Kongreß erstatteten Bericht, legt dieses Amt Rechenschaft über die Eingänge und Verwendung der für die deutschen Juden aufgebrachten Beträge. Das Gesamtbudget des Council for German Jewry betrug 1936 655.500 £ und 1937 493.000 £. Von Giesen Beträgen sind 416.900 £ in Palästina verausgabt worden. Dank der Unterstützung verschiedener Institutionen konnte mit Hilfe des Büros trotz verschärfter Devisengesetzgebung in Deutschland und trotz Rückgang der Gesamteinwanderung die Einwanderung deutscher Juden in der Berichtsperiode in voller Höhe aufrecht erhalten und teilweise noch vergrößert werden. Insgesamt sind seit 1933 zirka 40.000 Juden aus Deutschland eingewandert, davon zirka 12.000 als Kapitalisten (ohne Familienangehörige). Die Beratung der Einwanderer und ihre Unterbringung wird durch die Hitachduth Olej Germania durchgeführt, die auch bei Arbeitsvermittlung, Rechts-, Transfer- und Einbürgerungsfragen berät und um kulturelle Einordnung der Einwanderer bemüht ist. Besondere Anstrengungen machte das Zentralbüro für Berufsausbildung und Instruktionen. Es gab Zuschüsse für Hachschara, alimentierte den KKL, unterstützte und gründete Wasserbaugeseilschaften und interessierte sich an der Rassco (Rural & Suburban Settlement Co.). Seine unmittelbare landwirtschaftliche Siedlungstätigkeit erstreckte sich auf den Ausbau bestehender Mittelstandssiedlungen und die Unterstützung neuer Einzelsiedler sowie auf Ansiedlung von Chaluzim in bestehenden Arbeitersiedlungen. Schließlich gab das Büro teils selbst, teils durch Vermittlung der Kupath Miiweh sehe! Olej Germania Kredite für städtische Zwecke. Den Kapitaltransfer aus Deutschland nach Palästina besorgt die Haavarah. Vom Oktober 1933 bis März 1937 konnten durch sie insgesamt 56,000.000 RM, das sind 3.600.000 £ übertragen werden. Weitere 90.000.000 RM sind bereits vorgemerkt und werter üiif Transferierung. schlagt. jEWISH AGENCY.