Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1937-11-01 · Heft 11 (November 1937) · p. Seite 597

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 11 (November 1937)
Article
[Rezension]
Date
1937-11-01
Page
Seite 597 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379953-2379964-2412830--26392-2412974
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ursprünglich für eine judenfeindliche Zeitung (»Gazeta Warszawska«) geschrieben waren. Es nimmt daher nicht .Wunder, wenn bei Ausflügen in das jüdische Palästina sich einer gewissen Objektivität auch Antisemitismus beimischt. Der mächtige Neubau in Palästina wirkt dennoch auf den Autor, er bewundert schließlich das jüdische Werk im Lande. Als nationalgesinnter Pole meint er in Palästina überall Kommunismus wittern zu müssen und mißversteht daher auch das Wesen der Kwuzah. S. Stendig. Reaction v. Progress in Palestine. Von Berl Kaznelson, Palestine Labour Studies Group, London 1937, 25 Seiten. Revolutionary Constructivism. Von Berl Kaznelson, Young Poale Zion Alliance, New York 1937, 47 Seiten. Die erstgenannte Broschüre gibt einen Vortrag wieder, den der Autor im Oktober vor jüdischen Arbeitern in London gehalten hat. Er schildert den Unterschied zwischen imperialistischer Kolonisation und der aufbauenden der Juden in Palästina. Bei dieser ist die einheimische Bevölkerung nicht bedrückt, sondern gefördert worden; demgegenüber ist die Unterdrückung der Minoritäten im Irak zu halten und die von den nationalistischen arabischen Führern in Palästina geleitete Terrorbewegung. Kaznelson erzählt über die tapfere Haltung der Juden, die Ausdehnung der jüdischen Tätigkeit während der Unruhen und schließt mit einem Ausblick auf die Zukunft. In der zweiten Broschüre, die eine Übersetzung der im Jahre 1934 erschienenen hebräischen »Bamivchan« des Autors ist, gibt er eine Analyse des aufbauenden zionistischen Sozialismus, wie ihn die Führer der Zweiten Alijah — unter denen er selbst einen hohen Rang einnimmt — geschaffen und gelebt haben, um ihn gegen die anderen Strömungen im jüdischen Sozialismus und gegen die faschistischen abzugrenzen. Er zeigt ferner die Notwendigkeit für alle Volksangehörigen, sich die jüdischen Werte anzueignen, schon weil das neue Geschlecht sonst keine Widerstandskraft gegen die Versuchungen und Schwierigkeiten auf ihrem Wege habe. Er schreibt auch über andere wichtige Probleme, wie die Frage der Klassensolidarität, die arabische Arbeit u. a. m. Alles, was Berl Kaznelson sagt, ist durchströmt von seiner Wärme, seinem hinreißenden Temperament, es zeigt seine tiefe Ergebenheit für das Ideal, seine Originalität im Denken, wie sein hohes kulturelles Niveau. b. Haluach Hakooperativi 5698. Redigiert von J'. Kahanovitz und J. Avinery. Herausgegeben von der Auditkooperative »Merkas«. — Wie alljährlich seit 5691, gibt der »Merkas«, der die Kreditkooperativen beaufsichtigt, auch für 5698 einen Kalender heraus, der sehr reiches Material über die Koorporativbewegung inner- und außerhalb Palästinas bringt. Ferner enthält der Kalender zahlreiche Daten über die Volkswirtschaft, die Bilanzen der Banken und Kreditgesellschaften u. a. m. Wir entnehmen dem Kalender einige Angaben für unsere Rubrik »Nachrichten und Daten«. Schluß des redaktionellen Teiles. Wir bitten dringendst, alle Zuschriften, die die Administration betreffen, an diese und nicht an die Redaktion zu senden. Herausgeber und verantwortl. Redakteur: Adolf Böhm, Wien XVI., Wilhelminenstraße 28. — Eigentum: Herzl-Klub, Wien I., Elisabethstraße 1. — Verlag u. Administration: Fiba-Verlag, Wien VI., Gumpendorfer' straße 10. — Druck: C. Schneid, Wien VIII., Lerchenfelderstraße 146, Telephone B-43-0-35 u. B-43'0-26.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.