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Palästina · 1937-11-01 · Heft 11 (November 1937) · p. Seite 596

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 11 (November 1937)
Article
[Rezension]
Date
1937-11-01
Page
Seite 596 (sequence 1)
Language
German
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Die große Alijah seit 1933. Von L. Peritz, Selbstverlag; Haifa 1937, 34 Seiten. — Der Verfasser rügt die mangelnde Einstellung des Zionismus in der Galuth auf die wirtschaftlichen Aufgaben in Palästina, die von einer wahrhaft jüdischen Politik kollektiv zu bewältigen gesucht werden müssen. Jede große Alijah muß sich ihre Existenzbedingungen selbst schaffen, sie kann nur zum kleinsten Teil sich in die bestehende Wirtschaft einordnen. Der Autor gibt schließlich das Schema einer Planwirtschaft. Zu einer eingehenden Kritik ist dieses zu lose und entbehrt auch der spezifischen Konkretisierung. Jüdisch-christliches Religionsgespräch in 19 Jahrhunderten* Von Hans Joachim S c h o e p s. Vortrupp-Verlag, Berlin 1937, 159 Seiten. — Der als Religionsphilosoph bekannte Autor gibt in diesem Buche erstmalig eine Übersicht über die theologischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Kirche. An dieser Stelle kann auf das Thema nicht näher eingegangen werden, das angesichts der jüngsten Entwicklung wieder sehr aktuell geworden ist. Denn von christlicher Seite ist die Erörterung der theologischen Streitfragen wieder aufgenommen worden (z. B. vom »Pauluswerk«). Schoeps weist nachdrücklich auf die in den letzten Jahren auf jüdischer Seite eingetretene Wendung hin, wie sie in den Disputationen Rosenzweig—Rosenstock und Buber—K. L. Schmidt zu finden ist, wto der jüdische Partner die Echtheit der Offenbarung Gottes an die nichtjüdischen Völker zugab, die aber jene an das jüdische Volk nicht aufheben kann. Der Autor meint, daß mit dieser Wendung eine Möglichkeit gegenseitigen Verstehens gegeben ist, falls die christliche Theologie auch ihrerseits anerkennen würde, daß die Offenbarung an die Juden durch die christliche nicht aufgehoben ist. Das erscheint allerdings schwer denkbar, weil nach der Paulinischen Auffassung, die für das Christentum bindend ist, der »neue Bund« das Gesetz aufgeheben hat (Galater 3). Schoeps verhehlt sich nicht, daß .bei Juden wie bei Christen das religiöse Bewußtsein im Schwinden ist. Er glaubt aber, daß die Glaubensintensität in den »Resten« umso stärker werden wird. m. f. Podroz naukowa do ziemi swietej (Eine Wissenschaftsreise in das Heilige Land). Von Prof. Dr. Piotr Stach, Lemberg 1937', 492 Seiten. — Die polnische theologische Gesellschaft in Lemberg veranstaltete unter Führung des Autors eine große wissenschaftliche Reise einer Geistlichengruppe von 54 Pilgern nach Palästina. Das Buch ist daher ein Reisebericht von Geistlichen für Geistliche, nicht bestimmt für die christlichen Massen. Der Verfasser schildert in drei Teilen seines umfangreichen Buches die Reise, die Verhältnisse im Lande und schließlich seine Gedanken und Eindrücke. Stach sagt, daß, wer die Bibel verstehen will, nach Palästina gehen und wenigstens aus dem Buche Jerusalem kennen lernen muß. Von politischem Interesse ist nur, daß Prof. Stach Palästina zu neutralisieren vorschlägt, weil er Angst hat, die Juden würden die heiligen Stätten im Lande nicht genug schützen. S. Stendig. Palomnyctwo do swiatoi zemlL Von Rektor X. Joseph Slipy. (De grinaiione in terram sanetam.) Lemberg 1937, 200 Seiten (ruthenisch). — Ein seltenes Buch, da Ukrainer über Palästina sehr selten schreiben. Der Autor, ein bekannter Wissenschaftler, sieht Palästina so, wie es ein Geistlicher zu tun vermag, der das heilige Land bereist und nicht das neue Palästina der Juden. Im allgemeinen zeigt Slipy großes Verständnis für das jüdische Aufbauwerk und ist den Juden gegenüber ganz objektiv. Die Ruthenen haben so einen guten Führer durch Palästina erhalten und die Palästina-Literatur ist um ein interessantes Buch bereichert worden. S. Stendig. Ziemia dwakroc obiecana (Das zweimal versprochene Land). Von Waclaw F i 1 o c h o w s k i. Pelplin 1937, 82 Seiten. — Eine Sammlung von Reisenotizen, die

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