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Palästina · 1937-11-01 · Heft 11 (November 1937) · p. Seite 595

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 11 (November 1937)
Article
[Rezension] / l. r. m.
Date
1937-11-01
Page
Seite 595 (sequence 2)
Language
German
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besondere Anziehungskraft für Reisende. In den letzten Jahren haben es verhältnismäßig viele Europäer besucht- Die Verfasserin ist als erste weiße Frau 1935/36 allein in diese Gegend gereist. Sie "war auf der Suche nach den uralten Handelswegen, die Südarabien mit dem Mittelmeer verbunden haben, nach den Ruinen der Städte der Königin von Saba und ihrer Nachfolger, der Himjaritenkönige, der jüdischen Könige, die einst diese Länder beherrschten. Bevor sie als erste Europäerin Schabwa, vielleicht die alte Stadt der Königin von Saba erreichen konnte, erkrankte sie und mußte mit Flugzeug nach Aden gebracht werden. Über ihre Reise von Makalla (an der Küste) nach Norden durch die Flußtäler (Wadis) und verkarsteten Hochflächen (Dschol) hat sie ein schönes Buch geschrieben. Immer wieder nimmt die Eindringlichkeit und Lebendigkeit ihrer Landschaftsschilderungen gefangen. Ebenso leibhaftig stehen die Beduinen vor uns, oder die aristokratischen, würdigen Stadtherren der Wüstenstädte und ihre Haremsfrauen. Der Leser erfährt so nebenbei das Wichtigste über das tägliche Leben der Hadhramis, über den wachsenden Einfluß des Westens und seiner technischen Einrichtungen, über die fortwährenden Kleinkriege der Beduinen mit den Städten und beider untereinander, über den Sklavenhandel, die Trachten der Frauen und das noch mittelalterliche Feudalsystem. Die Verfasserin ist von dieser Welt ganz gefangen. Auf Seite 263 sagt sie: »Ich glaube, der Zauber Arabiens, den so viele gefühlt habenr rührt vielleicht nicht so sehr von dem trockenen, von der Sonne gezeichneten Land her, als von dem angeborenen ganz eigenen Adel und Charme seines Volkes.« So wird die Verfasserin dazu verführt, eine Weile Zivilisation, Frieden und gute Verwaltung ein wenig gering zu schätzen. Vor wenigen Wochen ist Miß Stark mit zwei Begleiterinnen wieder nach Hadhramaut aufgebrochen. Diesem romantischen Zauber, den in Palästina scheinbar auch feige Morde an Frauen und Kindern nicht brechen können, haben die Juden wenig gleiches entgegenzusetzen. Das Buch bildet eine wertvolle Ergänzung des kürzlich hier besprochenen Berichtes des Kolonialamtes über Hadhramaut. Es verdeutlicht ihn und macht ihn in einer Sprache lebendig, die schön und klar ist,, wie es die Landschaft Südarabiens sein muß. 1. r. m. Zionistischer Lexikon unter der Redakzie fun I. Schipper, A. T a r t a k o w e r,. N. M. Gelber, B. Cwajbaum und P. W a s e r m a n. Erster Band (Buchstaben A [Aleph] und B), Warschau 1937, 632 Seiten. — Seit Zitrons Lexikon und den in deutscher Sprache erschienenen jüdischen Enzyklopädien ist kein so umfangreiches und instruktives Vademecum durch den Zionismus zu edieren unternommen worden, wie das vorliegende. Die Namen der Herausgeber, mit Cwajbaum an der Spitze, und der Autoren bürgen für eine fachlich-wissenschaftliche Behandlung der Materien. Bisher erschien Band I, enthaltend die Buchstaben A und B. Sollte es gelingen, das Werk zu Ende zu führen, so wird der polnische Zionismus darauf stolz sein können. Der vorliegende Band zeigt eine schöne Ausstattung. Er enthält (unter »Erez Israel«) auch eine vollkommene Palästinographie. Die Daten sind alle bis in die letzte Zeit geführt. Da das Lexikon in jiddischer Sprache erscheint, so ist ihm eine sehr weite Verbreitung gesichert. In kurzem soll auch eine polnische Übersetzung ediert werden.. Dr. Samuel Stendig. Tag un Necht. Nach Nachman Meise 1. Herausgegeben vom Verlag »Literarische Bletter«, Warschau 1937, 124 Seiten (jiddisch). — Dieses Buch ist eine Reportage, die uns von Scheich-Abrek bis Daganiah durch den Emek führt. Der Autor sieht in der Kwuzah, in die er sich vollkommen einlebt, die richtige gesellschaftliche Kolonisationsform. Er macht eine stürmische Nacht des Überfalls auf En Charod mit und sagt richtig: »Jede kwice a sztikl generalstab«. S. S.

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