Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 11 (November 1937)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1937-11-01
- Page
- Seite 594 (sequence 2)
- Language
- German
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eine Abgrenzung nebst morphologischer Charakteristik der behandelten Landschaft: einer Hügelzone, die den nördlichen Teil der Schephelah umfaßt und im Süden durch Wadi Sarar, im Norden durch Wadi en Natuf begrenzt wird. Von Westen nach Osten, somit von der Meeresküste bis zum judäischen Gebirge gliedert der Verfasser das so ausgeschiedene Gebiet in acht Teillandschaften. Der Hauptabschnitt der Arbeit befaßt sich naturgemäß mit der Stratigraphie des Gebietes. Auch hier bilden Cenomanschichten die älteste Formation; sie erscheinen hier ebenso wie das folgende Turon und Senon gefaltet. In den ihnen überlagernden Horizontalbänken beanspruchen die Eozänschichten und Überreste von diskordant aufliegenden, mittel- bis oberoiigozänen Formationen besonderes Interesse, ebenso die Anzeichen, die auf Transgressionen im Miozän schließen lassen. Auf das Ende des Miozän fällt auch der Ursprung der Störungslinien und Beginn einer vulkanischen Tätigkeit (Basaltvorkommen). Die durch diese Vorgänge entstandene, im Quartär stärkster Erosionswirkung ausgesetzte Landschaft — wofür, besonders im Wadi Sarar und Ajalon-Tale schön ausgebildete Flußterrassen zeugen — stellt sich nun gegenwärtig als eine Zone von zwei, Südwest-Nordost verlaufenden Antiklinalen und einer dazwischen liegenden Synklinale. Der westliche Teil des Gebietes wird von einer Vielfalt Längs- und Querstörungslinien durchzogen. Ein besonderes Verdienst und Wagnis dieser Arbeit bildet der Umstand, daß sie auf Grund der auf diesem relativ so beschränkten Gebiete erlangten Forschungsresultate zu einer Gesamtanschauung über die geologischen Verhältnisse Palästinas zu gelangen sucht und hier vor allem auf dem Gebiete der Tektonik einige neue interessante Ansichten vertritt. Dr. Schattner. Transjordanien, 1 : 250.000. Sheet: Amman, Sheet: Kerak. Compiled and drawn by Department of Lands and Surveys Trans-Jordan. Reproduced by Survey of Palestine 1937. — Das »Department of Lands and Surveys of Transjordan« ließ in diesem Jahre zwei Blätter (Amman und Kerak) einer Serie erscheinen, die den Westteil Transjordaniens umfassen soll; das dritte Blatt (Maan) dürfte bald folgen. Es sind Höhenschichtenkarten, deren kleiner Maßstab (1 :250.000) eine relative Dichte des Karteninhalts bedingt. Die Höhenintervalle betragen 300 m. Die Karte ist vielfarbig: die Höhenschichten von Grün (Tiefland und Depression) bis Rötlichbraun; die sie begrenzenden Isophysen: sepia; Wege und Erdölleitung: gelb: Grundriß und Gerippelinien: schwarz (die größeren Siedlungen grundrißtreu!); Gewässer, Flußnamen usw.: blau. Die Farbengebung besonders des ersten Blattes wirkt etwas kraß; noch bedauerlicher ist aber die Tatsache, daß die Farben des zweiten Blattes (Kerak) im Vergleich zur Amman-Karte stark abgeschwächt sind, so daß man auf den ersten Blick glauben kann, daß es sich um Gebiete ganz verschiedener Höhenlage handelt, wenn man die Karten zusammen vor sich hat. Auch die Abstufung der Höhenschichten (300 m) ist zu groß und vermittelt den Eindruck einer Reliefarmut und -eintönigkeit, die gar nicht der Wirklichkeit entspricht. Schon 200 m Höhenschichten würden ein ganz anderes, reicheres Bild ergeben, vor -allem die Jordansenke sinngemäßer gliedern. Den Gipfeln und wichtigeren Orten sind Höhenangaben beigefügt. Als negative Züge sind zu werten: die Wiedergabe der Wadi-Täler in durchlaufender Linie und die etwas eigenartige Einzeichnung der Flugroute. Die Blätter müssen jedoch trotz all dieser Einwände als entschiedener Fortschritt gewertet werden, so sehr sie auch die Schumacher-Karten (1 : 63.360) noch immer nicht ganz ersetzen können. The Southern Gates of Arabia. Von Freya Stark. Mit einem Porträt und einer Karte. The Albatross Library, Hamburg, Paris, Bologna 1937, 248 Seiten. — Hadhramaut, die Sklavenküste, so weltabgelegen sie auch zu sein scheint, hat eine