Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 11 (November 1937)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1937-11-01
- Page
- Seite 592 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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Wirtschaft durch die Regierung usw., die Bevölkerung stark vermehrt, für die jüdische Einwanderung neue Möglichkeiten geschaffen und die Araber befriedet werden könnten. Auch dieses neue Buch von Machover ist eine Fundgrube für Materialien über Palästina-Politik und Verwaltung des Landes, als solche auch jenen willkommen, die seine Meinung nicht teilen. Resa Schah. Von Herbert Melzig. Mit Anhang: Eine kurze Geschichte Persiens von Sir Percy Sykes. Acht Bildtafeln, eine Karte. Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1937, 158 Seiten. — In diesem Buche wird der Aufstieg Resa Schahs von einem Autor erzählt, der persische Quellen benutzen konnte. Dadurch war es ihm möglich, eine Reihe von Dokumenten und Berichten aus ihnen zu bringen. Leider ist die Darstellung weitschweifig, unkritisch, apologetisch und ungleich in ihren Teilen. Der Zeit von 1925 bis 1935 werden nur wenige Seiten gewidmet und die überraschende Wendung des Herrschers, der ja Mohammedaner ist, zur altpersischen vorislamischen Überlieferung ist überhaupt nicht erwähnt. Eine Reihe vorzüglicher photographischer Aufnahmen bilden willkommene Beigaben. What Has Been Happening in Palestine. Von M. P. W a t e r s. Verlag Frederick Muller, Ltd., London 1937, 72 Seiten. — In diesem Büchlein werden die Ansprüche und Behauptungen der Araber unter die Lupe genommen und gezeigt, daß diese unter dem Einfluß der jüdischen Einwanderung in jeder Beziehung einen gewaltigen Aufschwung genommen haben. In bezug auf den Landerwerb sagt der Autor, daß die Juden nicht nur bloß 10% der kultivierbaren Fläche besitzen, sondern daß sie diese erst durch ihre Anstrengungen fruchtbar machten, da sie meist Sand und Sumpf waren. »Es ist klar, daß die Juden fruchtbares Land in Palästina durch Arbeit und nicht durch Raub erlangt haben. Und was haben die Araber verloren? Höchstens die Malaria, die sie jährlich hunderte Menschenleben kostete.« Die Juden sind nach Palästina als »Partner«, nicht als Eroberer gekommen. Den Vorschlag der Peel-Kommission sieht der Autor als unbefriedigend an. Das Büchlein gibt eine unparteiische und gerechte Würdigung der Leistungen der Juden und wird deshalb dazu beitragen, die englische Öffentlichkeit über diese aufzuklären. Palestine General Time Table. Von Zwi Friedländer, Haifa, Winter 1937/38. — Mit bewährter Pünktlichkeit erschien die Winterausgabe dieses handlichen Fahrplanes. Als wichtigste Neuerung gegen früher sieht man gerne die neue Linie Tel Aviv —Haifa über Chedera aufgenommen, auf der nach beiden Richtungen jede halbe Stunde, von 5,30 bis 16 Uhr, mit einer Fahrzeit von 234 Stunden Autobusse der »Egged« verkehren. Eine Umgebungskarte Jerusalems als kartographische Neuerung (Survey of Palestine: Central Judaea, 1:50.000, 1937). Beim palästinensischen Landesvermessungsamt erschien kürzlich in Ergänzung der Karte von Jerusalem 1 : 10.0001 eine Karte von Mittel-Judäa im Maßstab von 1 :50.000. Diese Karte ist die Umgebungskarte Jerusalems, die uns bisher fehlte. Sie umfaßt im Norden Ramallah, im Süden Bethlehem, im Westen reicht sie bis an den Gebirgsabfall westlich Abu-Ghosch, im Osten bis zum Fuß des obersten Steilabfalls, zirka 8 km östlich Jerusalems. Feldaufnahmen, wie Grundzeichnung des Blattes Jerusalem der topographischen Karte 1 : 100.000 haben wohl zur Herstellung der neuen Karte gedient. Ihre Anlage, Zeichengebung, Schrift 1 Besprochen in dieser Zeitschrift Jahrg. 1937, Heft 8/9, Seite 434. (Irrtümlich wurde die Besprechung als solche von Sheet 8 des Mappenwerks der Regierung, 1 : 100.000 angegeben, es handelt sich aber um die neue Karte mit dem Titel Survey of Palestine, Jerusalem 1 : 10.000, 1937.