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Palästina · 1937-11-01 · Heft 11 (November 1937) · p. Seite 587

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 11 (November 1937)
Article
Kaltasphalt [Nachricht]
Date
1937-11-01
Page
Seite 587 (sequence 2)
Language
German
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Die Asphalteinfuhr im Werte von 30.000 £P könnte durch dieses Produkt allmählich vermindert werden. Neschen Die Zementfabrik Nescher hat trotz vermindertem Absatz ein gutes Geschäftsjahr gehabt und verteilt trotz hoher Abschreibungen 10% Dividende. Die Presse kritisiert, daß die Gesellschaft ihre Reserven nicht im Lande anlegt. Wie oben mitgeteilt, plant die Fabrik eine Arbeitersiedlung auf dem von ihr miterworbenen Terrain »Chewre« am Karmel zu errichten. KREDITWESEN. Allgemeine Hypothekenbank. Der Verwaltungsrat der General Mortgage Bank of Palestine, Ltd., hat beschlossen, von allen acht Serien der 6%igen 20jährigen Pfandbriefe eine Summe von rund 48.000 £P zur Auslosung zu bringen. Diese Pfandbriefe werden am 1. April 1938 eingelöst werden. Die Bank wird zu gegebener Zeit ein Konversionsangebot in 5%ige Pfandbriefe herausbringen. ARBEIT. Die Leistungen der Schikun* Im »Haarez« berichtet S. Lubianker über die Leistung der Gesellschaft für Arbeitswohnbau »Schikun«. Im Jahre 1929 begann sie mit dem Bau von 30 Häusern im Norden von Tel Aviv. Heute hat sie 3080 Bauten errichtet und 1,250.000 £ investiert. Die ersten Hypotheken mußten bei Einrechnung mit 10 bis 11% verzinst werden. Heute beträgt der Zinsfuß 7J/$%. Früher erforderte die Errichtung eines Einzelhäuschens mit zwei Zimmern eine Anzahlung von 200 £ und dazu langdauernde monatliche Zahlungen von 3 £. Für eine Zweizimmerwohnung in einem Gemeinschaftshaus betrug die Anzahlung 150 £. Heute kann »Schikun« Zweizimmerhäuser bei einer Anzahlung von 110 £ und einer Monatszahlung von 2J/£ £ bauen, Zweizimmerwohnungen bei einer Anzahlung von 90 £ und einer Monatszahlung von 3 £. Obwohl der Fortschritt groß ist, kann man mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, denn diese Bedingungen bieten nur Möglichkeiten für die oberste Schicht der Arbeiterschaft. Die breiten Schichten, die 7 bis 9 £ im Monat verdienen, werden davon nicht erreicht. Bei einem solchen Einkommen besteht keine Möglichkeit zur Ersparung einer Summe von etwa 100 £. Diese Schichten leben also weiter in den schlechtesten Wohnverhältnissen. In Tel Aviv kamen 1934 im Durchschnitt 3,91 dieser Menschen auf ein Zimmer, in einzelnen Vierteln aber 5,5 und 6. Eine Kontrolle im Jahre 1937 zeigte, daß sich trotz den gesunkenen Mieten diese Verhältnisse in keiner Weise gebessert hatten. In Haifa betrug der Durchschnitt 3,15 auf ein Zimmer, in einzelnen Vierteln Jerusalems 6 auf ein Zimmer. In solchen Verhältnissen leben nicht weniger als 35.000 Juden in Palästina. Weder »Schikun« noch irgendeine andere Institution können da helfen, solange der Zinsfuß im Lande etwa 8% bleibt. Unter diesen Bedingungen wird eine Familie, die 7 bis 9 £ Einkommen hat, stets 2J/2 bis 3 £ Monatsmiete zahlen müssen, das heißt 30 bis 40% ihres Einkommens. Sie ist dann gezwungen, sich in Ernährung und Kleidung auf das dürftigste einzuschränken und an kulturelle Bedürfnisse darf sie nicht mehr denken. Man hat berechnet, daß ein Zinsfuß von 7 bis 8% statt 3 bis 4%, wie es eigentlich sein müßte, die Wohnungsmiete um 63% verteuert. Wenn man Geld unter anderen Bedingungen bekommen könnte, so könnte man auf eine Bareinlage ganz verzichten und die Monatsmiete für zwei Zimmer würde doch niedriger sein als heute die Miete für ein Zimmer. Dies aber könnte nur durch Hilfe der Städte oder der Regierung möglich gemacht werden. Leider sind dafür bisher wenig Aussichten. Die einzige Regierungshilfe, die der jüdische Wohnbau bisher erlangt hat, war die Abtretung von 400 Dunam südlich von

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