Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 11 (November 1937)
- Article
- Die Kolonisation im Hügelland [Nachricht]
- Date
- 1937-11-01
- Page
- Seite 584 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Ähnlich wie es bei der seinerzeitigen Diskussion über den Simpson-Bericht der Fall war, führt Ettinger aus, daß in der Hügelregion noch Raum für 33.000 Familien wäre. Die Wasservorkommen sind noch nicht erforscht und die Beispiele in jüdischen Siedlungen (z. B. Kirjath Anavim und Mischmar Haemek) zeigen, daß Obstzucht im Hügelland mit Erfolg betrieben werden kann. (Siehe darüber auch den instruktiven Artikel von Agr. Jos. Weitz: »Kolonisation im Bergland« in Jahrgang 1931, Seite 173 ff.) Aufforstung- Agr. Josef Weitz, der über dieses Thema verschiedene Arbeiten, darunter auch solche in dieser Zeitschrift, veröffentlicht hat, resümiert in Nr. 8 von »Palestine and Middle East« seine Ansichten und Vorschläge. Während die Königliche Kommission die unkultivierbare Fläche im Hügelland mit 4,269.000 Dunam angibt, hat die Jewish Agency nachgewiesen, daß es nicht mehr als 2,367.000 sein können, die bloß zur Aufforstung geeignet sind (davon sind zirka 600.000 mit alten Waldresten bedeckt und als Reservate geschützt). Agr. Weitz gibt an, daß bei der Aufforstung von 100 Dunum gebraucht werden, a) bei gewöhnlichen Waldbäumen in drei Jahren 1680 Arbeitstage, 32.000 Setzlinge, ferner 26 £ besondere Spesen, b) bei Johannisbrotbäumen in drei Jahren 1960 Arbeitstage, 3500 Setzlinge und 25 £ extra Spesen. Er berechnet, daß bei Aufforstung von 2 Millionen Dunam 1,25 Millionen mit Waldbäumen und 750.000 mit Johannisbrot bepflanzt werden könnten, was 43,375.000 Arbeitstage, 312,500.000 Waldbäume, 18,750.000 Johannisbrotbäume (Karoben) und 975.000 £ für besondere Ausgaben erfordere. Es sollten jährlich 20.000 Dunam aufgeforstet werden und die Regierung ein Recht auf Enteignung haben. Diese sollte selbst 10.000 Dunam jährlich aufforsten, restliche 10.000 sollen die Landeigentümer bepflanzen. Die Waldbäume können in acht bis zehn Jahren Einnahmen abwerfen. Johannisbrot ist ein ausgezeichnetes Viehfutter. Kolonisationsplan für Ober-Galiläa, Die PICA hat mit den Siedlungen Ajeleth Haschachar, Gescher und Kfar Gileadi ein Abkommen getroffen, nach dem diesen langfristige. Siedlungskredite zu einem Zinsfuß von 2% gewährt wurden, deren Rückzahlung innerhalb von 60 Jahren erfolgen wird. Das Abkommen soll den Anfang eines Kolonisationsplanes für Ober-Galiläa bilden. Die Lage der Siedlungen, Auf der Tagung der Landarbeiterorganisation wurde die Lage der Siedlungen erörtert. Im abgelaufenen (jüdischen) Jahr wurden 75.000 Dunam durch 800 Personen besetzt. Von 19 dieser Siedlungen erhalten nur sechs das Minimum, das ihnen das Aushalten ermöglicht. Um den 13 anderen Siedlungen Wasser, Wohnung, Verbindung mit der Außenwelt und die richtige Möglichkeit der Bodenbearbeitung zu verschaffen, sind 100.000 £P nötig, deren Aufbringung schwierig ist. Alle Siedlungen verlangen Umwandlung von hochverzinsiichen, kurzfristigen Darlehen in langfristige zu niedrigen Zinsen, Verbesserung der Ausrüstung, der sanitären Verhältnisse, der Verkaufsorganisation und des Zollschutzes, Verbiliigung der Kindererziehung, Entlastung von den Ausgaben für den Wachdienst u. a. m. Diese Forderungen sind infolge Verschlechterung des Absatzes der Produkte der Siedlungen besonders dringend geworden. Siedlung ♦ Die neuen Siedlungen auf Boden des Kercn Kajemeth, Wir haben fortlaufend über die im Jahre 5697 auf KKL-Boden entstandenen neuen Siedlungen berichtet. Nachstehend veröffentlichen wir eine Liste derselben: