Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 11 (November 1937)
- Article
- Die Tätigkeit der Haavarah [Nachricht]
- Date
- 1937-11-01
- Page
- Seite 578 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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fT'yO papieren palästinensischer halböffentlicher Unternehmungen (Pasa, Nir usw.) mit Reichsmark ermöglicht. Letzten Endes laufen alle Transferarten auf erleichterte Warenausfuhr aus Deutschland hinaus, die aber wegen der wachsenden Materialknappheit im Reich sich auf immer weniger Warenkategorien beschränken muß. 1935 wurden 17,103.154 RM transferiert: davon entfielen auf den Bautransfer 58,2%, auf den Eigentransfer 13,5% und auf den Emissionstransfer 28,3%. 1936 wurden 19,958.646 RM transferiert, davon 49,9% durch Bartransfer, 27,5% durch Eigentransfer, 17,7% durch Emissionstransfer und (zum ersten Mal) 4,9% durch Bautransfer. In den ersten neun Monaten 1937 wurden 23,922.832 RM transferiert, davon 57,7% durch Bartransfer, 21,9% durch Eigentransfer, 13,3% durch Emissionstransfer und 7,1% durch Bautransfer. Der Bautransfer geschieht meist durch Vergebung von Hypotheken im zweiten Rang, die in Palästina schwer zu erhalten sind. Dadurch wurden nach Angaben der Geschäftsführung der Haavarah in den letzten zwei Jahren Bauten im Werte von 1 Million £P ermöglicht. Die Einzahlung in Deutschland erfolgt in Reichsmark, und zwar zu einem vom offiziellen Reichsmark-Kurs von 12,3 RM das Pfund abweichenden Kurs, dessen Disagio ständig steigt, aber bei den einzelnen Transferkategorien verschieden ist. So beträgt es beim Bartransfer von Vorzeigegeld 37,5% (20 RM das Pfund), beim Eigentransfer ist es von 35% in 1935 auf 50% in 1937 gestiegen. Wegen des Preisunterschiedes zwischen Weltmarkt und deutschem Binnenmarkt werden sogenannte Preisausgleich-Bonifikationen zur Angleichung der deutschen Palästina-Ausfuhrpreise an die niedrigen Preise anderer Länder gewährt, die vom gesamten Transferkonto getragen werden. Diese Bonifikationen sind von 14,9% in 1935 auf 27,01% in 1936 und 39,4% in 1937 gestiegen. Nach der Darstellung, die der Geschäftsleiter der Haavarah der »Palnews« gegeben hat und der wir folgen, sind die oben erwähnten Bonifikationen von den Zahlen der deutschen Einfuhr abzuziehen, die sonst die Einfuhr Englands nach Palästina übersteigen würde, wie es nach der amtlichen Statistik tatsächlich der Fall ist. Einfuhr aus Deutschland und England in £P: 1 2 3 4 Einfuhr aus England Einfuhr aus Deutschland Überschuß Amtliche Nach Abzug der von 1 zu 3 Statistik Bonifikationen 1. Halbjahr 1935 . . 1,441.692 1,082.126 969.834 471.855 2. Halbjahr 1935 . . 1,770.686 1,115.018 912.661 358.025 1. Halbjahr 1936 . . 1,319.428 1,058.148 835.015 484.413 2. Halbjahr 1936 . . 1,456.484 981.417 751.606 704.878 1. Halbjahr 1937 . . 1,222.434 1,307.865 794.897 427.537 Der gesamte Transferumsatz hat sich 1937 im Vergleich zur selben Zeit der beiden letzten Jahre verdoppelt: er stieg von 1 Million £P in 1935 auf 1,2 Millionen £P in 1936 und 2 Millionen £P in 1937. Die Nettoleistung des Transfer, das heißt nach Abzug der Bonifikationen und Spesen, stieg von 822.000 £P in 1935 auf 1,110.000 £P in 1937. Die Haavarah hat Büros in Bagdad, Berlin, Haifa, Jerusalem, London, New York und Tel Aviv. Das Hauptbüro Tel Aviv beschäftigt 135 Festangestellte und muß gegen 10.000 Konten führen. Die Verwaltungskosten der Gesellschaft betrugen 1935: 1,53%, 1936: 2,38% und 1937: 1,93% des gesamten Transferumsatzes. Als neuer Geschäftszweig der Haavarah wurde die Vermittlung von" Unterstützungsgeldern aufgenommen (sogenannte Unterstützungsmark), das heißt Personen, die Angehörige in Deutschland unterstützen wollen, zahlen im Auslande bei der Haavarah