Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 11 (November 1937)
- Article
- Abänderung der Einwanderungsbestimmungen [Nachricht]
- Date
- 1937-11-01
- Page
- Seite 576 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2379786-2379953-2379964--26264-2412953- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
mungt durch die die Vollmachten des Hochkommissärs neu geregelt werden, dient dazu, um der Erklärung der englischen Regierung vom 7. Juli 1937, wonach die Höchstzahl der jüdischen Einwanderer für die Zeit vom 1. August 1937 bis 31. März 1938 auf 8000 Personen festgesetzt wird, die gesetzmäßige Unterlage zu verschaffen. Der Gesetzentwurf spricht auch zum ersten Mal von »Personen jüdischer Rasse«, bzw. »Ausländern«. Dieser Entwurf hat noch keineswegs Gesetzeskraft. Wegen Kritik des Entwurfes wurde der »Dawar« auf eine Woche verboten. Neuer Polizeiinspektor. Der Kolonialsekretär teilte am 21. Oktober im Unterhaus mit, daß zum Nachfolger des gegenwärtigen Generalinspektors der Polizei, Roy G. Spicer, der sich auf Urlaub befindet, der Generalinspektor der Polizei in Nigeria (einer britischen Kolonie in Westafrika), Saunders, ernannt wird. Eine Zeitlang wird auch Sir Charles Tegart, der sich als leitender Beamter bei der Unterdrückung der Terroristen in Bengalen ausgezeichnet hat, die palästinensische Polizei beraten. Übernahme der Wakf-Verwaltung. Am 16. Oktober hat die Regierung amtlich die Verwaltung des mohammedanischen Religionsfonds des Wakf übernommen, dessen Einnahmen, 65.000 £P im Jahr, zum Teile vom Mufti zur Finanzierung der Aufständischen verwendet wurden. Die Verwaltung des Wakf erfolgt durch eine Kommission, deren Vorsitzender der Richter Maurice Green und deren Mitglieder, der Distriktskommissär für Galiläa, Alan L. Kirkbride und der Scheich Hassan Abu Said Dscherallah, der ehemalige Gegenkandidat des Mufti, sind. Drei Mitglieder des ehemaligen Rates haben ihre Mitarbeit zugesagt. Der Kassastand des Wakf betrug bei Übernahme durch die neue Verwaltung 20.000 £P. Das Budget der öffentlichen Arbeiten. Im Finanzjahr 1937/38 sind 285.481 £P für die Durchführung öffentlicher Arbeiten aus den Mitteln der Staatsanleihe veranschlagt. Wassersuche. Die Regierung hat einen Betrag von 80.000 £P für Wassersuche ausgesetzt. Von diesem sollen für Bohrungen im Negew und im Jordantal 50.000 £P und in Transjordanien 30.000 £P verwendet werden. Diese Widmung kommt reichlich spät und ist auch nur erfolgt, weil die Regierung von London den Auftrag erhalten hat, wegen eventueller Umsiedlung von Arabern aus dem künftigen jüdischen Gebiet, Untersuchungen anzustellen. JEWISH AGENCY. Die Aufwendungen der Juden und ihr Anteil an den Einnahmen der Verwaltung. Die Gesamtausgaben der Zionistischen Körperschaften in Palästina während des Finanzjahres 1935/36 erreichten die Höhe von 1,107.000 £, die sich wie folgt verteilen: Jewish Agency.......... 391.000 £ Zentralbüro für deutsche Ansiedlung . . 179.000 £ Keren Kajemeth.......... 309.000 £ Hebräische Universität....... 95.000 £ Hadassah, Mediz.-Organisation .... 80.000 £ WIZO ............ 37.000 £ Technikum Haifa......... 16.000 £ Der größte Teil dieser Summe wurde aus freiwilligen Spenden aufgebracht, der Rest stammt aus Einnahmen von Schulen und Spitälern sowie einigen anderen Gebühren und Abgaben für verschiedene Dienste. Andererseits sind gewisse Ausgaben, wie die für das Habimah- und das Ohel-Theater nicht eingeschlossen, sowie die der PICA und verschiedener Wohltätigkeitsinstitutionen, die von den Zionistischen Einrichtungen unabhängig sind.