Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 11 (November 1937)
- Date
- 1937-11-01
- Page
- None (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XX. Jahrg. November 1937 Nr. 11 Bemerkungen zur landwirtschaftlichen Wasserbilanz in Palästina Von Dr. Hugo Bojko, Jerusalem. Die fundamentale Bedeutung der Wasserwirtschaft für das ganze Kolonisationswerk in Palästina läßt es notwendig erscheinen, nicht wie bisher nur die eine Seite des Problems zu behandeln, nämlich die Einnahmsquellen für die Wasserbilanz der Landwirtschaft zu erweitern (durch Bohrungen, Talsperren usw.), sondern auch die Ausgabenseite bis in die Details genau zu verfolgen und auf' Grund eingehender Untersuchungen Richtlinien für alle Siedler aufzustellen. Solange nicht die technischen, bzw. finanziellen Möglichkeiten bestehen, entsalztes Meerwasser in großem Maßstabe auf ökonomischer Basis der Wirtschaft zuzuführen (eine solche Lösung wäre selbstverständlich nicht nur für Palästina von entscheidender Bedeutung), solange ist naturgemäß auch bei maximaler Erfassung der Niederschlags- und Grundwasservorräte eine Grenze gezogen, die zugleich einen wichtigen Faktor in der Aufnahmskapazität des Landes darstellt. Einen anderen und kaum weniger wichtigen Faktor aber bildet die Rationalität der Wasserausnützung, die ausschließlich von uns selbst abhängt und über diese soll hier gesprochen werden. Es wäre wünschenswert, wenn eine zentrale amtliche Stelle geschaffen werden würde, die die Aufgabe hätte, in diesem Sinne zu arbeiten, als Beratungsstelle zu fungieren, Instruktionen zu erlassen und schließlich auch eine gewisse Kontrolle auszuüben. Es liegt in der Natur der Sache, daß das hier behandelte Thema nur an Hand von Beispielen vor Augen geführt werden kann, denn bei einer Betrachtung der Ausgabenseite in der Wasserbilanz stellen sich gerade die Details in den Vordergrund und es kann nicht Aufgabe eines Artikels in diesem Rahmen sein, auf alle diese Einzelheiten näher einzugehen. Um aber einen Begriff von dem Werte einer solchen Arbeitsrichtung einer dazu berufenen Stelle für die Siedlungen und die einzelnen Siedler (und damit in der Summe für das ganze Kolonisationswerk) zu geben, seien hier einige solche Beispiele in der Form kleiner Kapitel herausgegriffen und eingehender besprochen. Torf: Die wasserhaltende Kraft des Torfes ist seit langem bekannt und in diesem Aufsatze handelt es sich daher bloß darum, darauf hinzuweisen, daß wir diese wertvolle Eigenschaft für unsere Zwecke mehr als bisher nutzbar machen sollen. (Auf die übrigen Eigenschaften, bzw. Verwendungsmöglichkeiten des Torfes, soweit