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Palästina · 1937-10-01 · Heft 10 (Oktober 1937) · p. Seite 539

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 10 (Oktober 1937)
Article
[Rezension] / b.
Date
1937-10-01
Page
Seite 539 (sequence 2)
Language
German
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heit, trotzdem er schon bei Lebzeiten Führer und Vorbild gewesen war, noch nicht voll erkannt worden ist. Das vorliegende Buch wird sicher vieles dazu beitragen, diese Erkenntnis zu fördern. Aus dem Leben Gordons erzählen in einem Anhang seine Tochter Jael und der kürzlich verstorbene Arbeiterführer Josef Ahronowicz. Der Übersetzer, Victor Kellner, hatte die in der Eigenart von Gordons Stil und Ausdrucksweise liegenden großen Schwierigkeiten zu besiegen. Gordon war kein Schriftsteller und konnte, bei Tage schwer arbeitend, seine Gedanken nur in den Nächten in körperlich ermüdetem Zustand aufzeichnen. Kellners meisterhafte Übertragungskunst, erprobt unter anderem an den Essays Bialiks, hat es vermocht, die Diktion zu straffen, den Ausdruck zu schärfen und dadurch die Stimme des Weisen in der hohen Form ertönen zu lassen, die dessen Wesen und Intention entspricht. b. Mosche Beilinson, Aufsätze. Mit einem Vorwort von Berl Kaznelso-n. Herausgegeben von der Maskiruth Hakibuz Hameuchad, Ejn Charod 5697, 199 Seiten. — In seiner kurzen Würdigung der Persönlichkeit Beilinsons, die dieser Auswahl seiner Aufsätze vorausgeht, sagt Kaznelson richtig, daß dieser vielleicht der unbekannteste Mensch in der zionistischen Bewegung war, obwohl er Tag für Tag (als Chefredakteur des »Dawar«) für sie und zu ihr sprach. Beilinson, der als völlig assimilierter russischer Jude (Arzt) zum Zionismus kam, hat — zuerst in Italien, dann in Palästina — sich zu einem führenden Kopf der Bewegung entwickelt. Keinen Zoll des schwierigen Weges der jüdischen Bewegung gibt es, den er nicht beleuchtet hätte. Aus seinen nach tausenden zählenden Artikeln sind im vorliegenden Buche nur einige wenige ausgewählt, doch sie zeigen die charakteristischen Züge seines Geistes. Auf jeder Seite des Auswahlbandes kann man eine Fülle von tiefen Erkenntnissen und Wahrheiten finden. Er gibt ein gutes Bild der Persönlichkeit des so früh Verstorbenen. Die Weite seines Gesichtskreises, die Fülle seines Wissens, seine große politische Begabung und seine warme Menschlichkeit erhoben seine Leitartikel und Aufsätze zu führender Bedeutung. Dies erkannte nicht nur seine Partei, die Arbeiterschaft, an, sondern auch die Gesamtbewegung. b. Kowez »Haschomer«. Sammelbuch. Mit Vorrede von Sal. Kaplansky. 53 Bildtafeln. Herausgeber und Verlag Archion Haawoda (Archiv und Museum der Arbeiterbewegung), Tel Aviv 5697, 445 Seiten. — Das Arbeitsarchiv Tel Aviv der »Histadruth« hat ein Sammelbuch über den Haschomer herausgebracht, der in der Geschichte unseres neuen Jischuw ein hervorragendes Kapitel bedeutet. Es stellt jedoch nicht die Geschichte dieses ordensähnlichen Bundes dar, sondern gibt »Dokumente, Erinnerungen und Darstellungen aus der Feder der ältesten Schomrim«. Die Redaktion des Buches lag in den Händen von Ben Zwi, dem heutigen Präsidenten des Waad Leumi, Israel Schochat und Schlomo Kaplansky, Direktor des Technikums in Haifa. Das Buch gewährt einen außerordentlich fesselnden Einblick in die Leiden und Freuden der Menschen, denen es beschieden war, Helden zu sein, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um den Arabern zu beweisen, daß Juden ihr Gut selbst zu schützen verstehen. Dem Haschomer gelang es, den Arabern Respekt vor dem jüdischen Mut einzuflössen, der sich in der Verteidigung bewährte, indes niemals zum Angriff überging. Der Haschomer strebte nicht nur danach, den Wachtdienst in den jüdischen Kolonien an Stelle der arabischen Wächter zu versehen, sondern er fühlte auch das Bedürfnis, seine Mitglieder zu Lrndwirten zu erziehen, damit sie in den unruhigen und

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