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Palästina · 1937-10-01 · Heft 10 (Oktober 1937) · p. Seite 527

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 10 (Oktober 1937)
Article
Einwanderung August [Nachricht]
Date
1937-10-01
Page
Seite 527 (sequence 2)
Language
German
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Niederlassung, so daß zusammen 7676 Juden eingewandert sind. Das sind weniger als das von der Königlichen Kommission vorgeschlagene Minimum von 1000 Einwanderern im Monat. BEVÖLKERUNG. Neueste Schätzung. Das Statistische Amt schätzt die Bevölkerungszahl Palästinas Ende Juni auf 1,316.767 ohne Nomaden und Militär. Davon sind 809.394 Moslem (61,5%), 386.084 (29,3%) Juden, 109.769 (83%) Christen und 11.520 andere. Wir bemerken hiezu, daß die Zahl der Juden vom Statistischen Amt stets zu niedrig geschätzt wird. Vielleicht spielt dabei die mangelhafte Erfassung der illegal Eingewanderten eine Rolle. Wie wir mitgeteilt haben (siehe »Palästina« Heft 8/9, Seite 467), schätzte das Statistische Amt der Jewish Agency die Zahl der Juden Ende 1936 auf 404.000 Seelen, also um 18.000 höher, als die amtliche Schätzung für 30. Juni 1937 beträgt. VERKEHR. Eröffnung der Straße Haifa—Tel Aviv, Am 30. September wurde die Straße Haifa—Tel Aviv durch den Distriktskommissär Mr. Keith-Roach eröffnet. Die neue Straße bedeutet eine Abkürzung von 50 km, so daß die Strecke jetzt in zwei Stunden zurückgelegt werden kann. Die Straße führt an den an der Küste gelegenen jüdischen Siedlungen vorbei. Sie bedeutet die Erfüllung einer alten Forderung der Juden und bringt dem Überlandverkehr Haifa—Tel Aviv, der bisher auf dem Umweg per Eisenbahn über Tulkarm geleitet wurde, die langentbehrte Sicherheit und den Kolonien der Küstenebene eine rasche Verbindung zu ihren Märkten. Es ist eines der wichtigsten Ereignisse des Jahres. Der Schiffsverkehr 1937. Im ersten Halbjahr 1937 legten 2387 Schiffe mit 3,100.000 Tonnengehalt in den Häfen Haifa, Jaffa, Gaza und Akko an. Haifa berührten 1300 Schiffe mit 2,379.000 Tonnen (erstes Halbjahr 1936: 1030 Schiffe mit 2,392.000 Tonnen, Jaffa 1007 Schiffe mit 709.000 Tonnen (1936: 482 mit 702.000 Tonnen). Akko und Gaza wurden von 50, bzw. 20 Schiffen angelaufen, und zwar meist von Seglern. Der gesamte Warenumschlag stieg von 597.000 Tonnen im ersten Halbjahr 1936 auf 790.000 im ersten Semester 1937. Gelöscht wurden 487.000 Tonnen (um 37.000 Tonnen mehr als im Vorjahr), verladen 303.000 (um 127.000 Tonnen mehr als im Vorjahr). In Haifa wurden 374.000 Tonnen gelöscht (gegen 349.000 in 1936) und 193.000 Tonnen verladen (1936 bloß 68.000 Tonnen). In Jaffa wurden 69.000 Tonnen gelöscht (gegen 100.000 in den ersten sechs Monaten des Vorjahres) und 95.000 Tonnen verladen (1936 78.000 Tonnen). In Tel Aviv wurden 39.000 Tonnen gelöscht und 14.000 Tonnen verladen. Diese Ziffern zeigen den katastrophalen Rückgang des Verkehrs von Jaffa, der durch den Boykott der Juden verursacht worden ist. Der Rückgang bei gelöschten Gütern betrug 30%. Im Hafen von Tel Aviv wurden mehr Güter gelöscht, als dieser Ausfall ausmacht und relativ zu den in Jaffa ausgeladenen 56,5%. Für das Verladen von Zitrus ist Tel Aviv noch nicht genügend ausgestattet, so daß Jaffa darin dominiert. Doch zeigt ein Vergleich von Jaffa mit Haifa, daß dieses den Hauptteil der Verschiffungen an sich gezogen hat. In Jaffa wurde weniger als die Hälfte der Güter verladen wie in Haifa. Der Gesamtverkehr der beiden Häfen hat sich wie 5,4 : 1 verhalten. Noch im Jahre 1935 war Jaffa gegen Haifa im Vorsprung!

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