Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1937)
- Article
- Aufdeckung einer Verschwörung [Nachricht]
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 525 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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- IRI
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Mentioned entities
- Aleppo 2× ep/1047811
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waren bedroht. Für einen Mord waren 250 £P Belohnung ausgesetzt. Die oppositionelle Volkspartei wurde verboten und ihre Führer nach Akaba verbannt. Syrien* Der syrisch-französische Vertrag. Dieser Vertrag wurde nach Ratifizierung durch das syrische Parlament veröffentlicht. In bezug auf die auswärtigen Angelegenheiten sieht Art. 2 vor, daß sich beide Regierungen über sie gegenseitig beraten werden. Im Falle eines Konfliktes mit einer dritten Macht betrachten sich beide Teile als Verbündete. Syriens Hilfe wird darin bestehen, {der französischen Regierung alle in seiner Macht stehenden Erleichterungen und allen Beistand auf seinem Territorium zu leisten. Die syrische Regierung wird die einheimischen Streitkräfte auf ihre Verantwortung den französischen Autoritäten unterstellen. Frankreich unterhält in Syrien eine Militärmission. Syrien wird für seine Armee nur französische Instruktoren bestellen und seine Militärzöglinge nur in französische Schulen senden. Frankreich kann die Flughäfen in Nerab und Mezze benützen.., Ferner wird es in Dschebel Drus und Latakia (den Minderheitsbezirken) durch fünf Jahre eine Garnison halten, die sich aus Einheimischen rekrutieren wird. Beide Distrikte erhalten ein Sonderstatut mit beschränkter Autonomie in Verwaltung und Finanzen. Der Vertrag ist für 25 Jahre abgeschlossen. Alexandrette. Wie das Blatt Asch-Schabab (Aleppo) berichtet, herrscht unter den Türken in Antiochia (Sandschak Alexandrette) keine Einigkeit. Ein Teil von ihnen ist von den kemalistischen Ideen begeistert und beschuldigt einen anderen, der hauptsächlich aus Turkmenen besteht, der Sympathien mit Frankreich. Eine dritte Gruppe, hauptsächlich die Intelligenz umfassend, ist für eine Entente mit den Arabern. Diese ziehen aus der Spaltung unter den Türken politischen Vorteil. — Linter den nichttürkischen Bevölkerungsteilen hat sich eine partikularistische gemäßigte Partei gebildet, die sich auf den Boden des Genfer Abkommens stellt. Die Unruhen von Dschesireh. Wir berichteten in Nr. 8/9, Seite 458, kurz über die Unruhen, die sich Anfangs Juli in diesem Distrikt ereigneten. Inzwischen sind nähere Details bekannt geworden. Im Bezirk Dschesireh war, anders als in allen anderen Teilen Syriens, bei der Kammerwahl die nationalistische Partei nicht durchgedrungen. Trotzdem besetzte die Regierung die leitenden Stellen mit ihren Leuten. Insbesondere soll der neue Präfekt, Emir Baghiat, alle Gegner der Nationalisten verfolgt haben. Dagegen erhob sich zuerst die kurdische Bevölkerung des Städtchens El Hasakah, später auch jene von Ed Darbasidschah, Amurah und El Quamischli. Die Nationalisten riefen die Schammar-Beduinen zu Hilfe und stellten den Konflikt als einen solchen zwischen Moslems und Christendar, obwohl unter den Aufständischen sich auch viele moslemische Führer befanden. Jener Beduinenstamm hauste daraufhin ziemlich arg, so daß die Christen sich an den Hochkommissär um Hilfe wandten. Die Führer des Aufstandes verlangen, daß Dschesireh, unter einem französischen Gouverneur, ein ähnliches Statut erhalte, wie Alexandrette. Mordkomplott. Die Polizei entdeckte ein Mordkomplott gegen Nuri Essad Bey, einem syrischen Politiker, der am panarabischen Kongreß in Bludan teilgenommen hatte. Überfälle auf Juden* In Aleppo wurde am 8. September im jüdischen Viertel eine Bombe zur Explosion gebracht, am 9. September ein Jude durch Messerstiche getötet. Irak* Einigung mit Iran* Zwischen Irak und Iran bestand seit dem Friedensschluß eine Differenz wegen des Schatt el Arab, des Stromstückes, das Euphrat und Tigris ver-