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Palästina · 1937-10-01 · Heft 10 (Oktober 1937) · p. Seite 524

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 10 (Oktober 1937)
Article
Die Aktion der Regierung [Nachricht]
Date
1937-10-01
Page
Seite 524 (sequence 2)
Language
German
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solcher verfügte er über die großen Einnahmen aus den Wakfs, den Gütern der moslemischen Kirche (1936 67.000 £P). Seither war er die Seele der Hetze gegen den Zionismus und für die panarabische Agitation. Der Panarabische Kongreß. In Bludan bei Damskus wurde am 8. September ein »panarabischer« Kongreß in Anwesenheit von 400 Delegierten aus allen arabischen Ländern, mit Ausnahme des Jemen, unter Vorsitz des ehemaligen Ministerpräsidenten des Irak, Nadschi el Swaidi, eröffnet. Als Vertreter Palästinas nahmen 100 Delegierte, darunter Fuad Sabha, Sekretär des Obersten Arabischen Komitees am Kongreß teil. Zu den bedeutenderen Kongreßteilnehmern gehörten der bekannte Führer der syrischen extremen Nationalisten, der erst kürzlich aus der Verbannung zurückgekehrte Emir Schekib Arslan (siehe »Palästina« Nr. 8/9, Seite 458), der ehemalige ägyptische Unterrichtsminister, Mohammed Ali Pascha el Lubah und der Metropolit von Hama (Nordsyrien) Horaikeh, ferner Kemal El Kazaw als offiziöser Vertreter von Ibn Saud. Der Kongreß, der für die Errichtung eines arabischen Staatenbundes eintritt und England aufforderte, zwischen Juden und Arabern zu wählen, wobei im ersteren Fall die Araber neue und bessere Freunde suchen würden, beschäftigte sich hauptsächlich mit Palästina und forderte die Araber auf, drastische Maßnahmen gegen die Juden zu treffen. Der Kongreß faßte über Palästina folgende Resolution: Palästina ist ein integrierender Bestandteil des arabischen Vaterlandes. Die arabische Nation lehnt den Gedanken einer Teilung Palästinas ab. Der Kongreß wird mit allen wirksamen Mitteln der Errichtung eines jüdischen Staates Widerstand leisten. Er verlangt: Aufhebung der Balfour-Deklaration; Abschaffung des Mandates und Abschluß eines englisch-palästinensischen Vertrages, in dem die Unabhängigkeit und Souveränität Palästinas anerkannt, sowie die Errichtung eines konstitutionellen Staates, der diejenigen Minderheitenrechte gewährt, die durch internationale Grundsätze bestätigt werden. Die jüdische Einwanderung muß eingestellt und der Verkauf arabischen Bodens an Juden durch gesetzliche Maßnahmen verhindert werden. Der Kongreß erklärt, daß die englisch-arabische Freundschaft von der Verwirklichung dieser Forderungen abhängt. Das Beharren Englands bei seiner jetzigen Politik zwingt die arabische Nation, eine neue Haltung anzunehmen. Verständigung zwischen Arabern und Juden kann es nur auf der Grundlage dieser Forderungen geben, die den einzigen möglichen und gerechten Weg darstellen, den Frieden im Heiligen Lande zu wahren. Im Auftrag des Panarabischen Kongresses in Bludan hat das Oberste Arabische Komitee ein langes Telegramm an den Papst gerichtet, in dem dieser gebeten wird, beim Völkerbund gegen die Teilung Palästinas einzuschreiten. Agitation im Huleh-Gebiet* Ein Notabel des Huleh-Gebietes, Scheik Attija Dschewad, der wegen Agitation ausgewiesen wurde, erklärte der Zeitung »Rabitah« (Beirut), daß sich bei der letzten Volkszählung 97% der Bevölkerung für die Annexion durch den Libanon ausgesprochen hätten. Er organisiere eine Petitionsbewegung; 200 Notabein und 10.000 Bürger seien bereit, ihn zu unterstützen, da sonst bei einer Teilung das Gebiet an die Juden fiele. Transjordanien* Aufdeckung einer Verschwörung» In Amman wurde eine Verschwörung aufgedeckt, in der Araber aus Jerusalem und höhere Beamte von Amman verwickelt waren. Auch das Leben führender englischer Offiziere, wie Major Glubb und Peake Pascha,

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