Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1937)
- Article
- Die Erklärungen von Ormsby-Gore [Nachricht]
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 520 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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hält die Teilung für gefährlich, wenn sie schnell durchgeführt werden soll. Er schlug die Teilung des Mandats in zwei Mandate für die beiden Staaten vor. Prof. Rappard (Schweiz) meinte, daß sei ungefähr dasselbe, wie die Schaffung zweier unabhängiger Kantone unter dem bestehenden Mandat. (Beide Versionen sind, wie oben mitgeteilt, als Entschließungen angenommen worden.) Die Verhandlungen vor dem Völkerbund Am 10. September wurde in der Eröffnungssitzung des Völkerbundrates einstimmig die Einsetzung einer Unterkommission zur Beratung des Berichtes der Mandatskommission beschlossen. In bezug auf den Jahresbericht der Mandatsregierung nahm der Völkerbundrat auf Grund des Referates des rumänischen Außenministers Antonescu einstimmig folgende Entschließung an: »Der Völkerbundrat nimmt den Jahresbericht der Verwaltung für Palästina und Transjordanien im Jahre 1936 sowie den Bericht und das Protokoll der Ständigen Mandatskommission zur Kenntnis und nimmt den von dem Vertreter Rumäniens vorgelegten Bericht an. Nach Prüfung der in dem Bericht der Ständigen Mandatskommission enthaltenen Bemerkungen über die Verwaltung Palästinas und Transjordaniens beauftragt der Völkerbundrat den Generalsekretär, diese Bemerkungen der Regierung des Vereinigten Königreiches als der Mandatarmacht mitzuteilen und sie zu ersuchen, die von der Kommission verlangten Schritte zu unternehmen. Der Völkerbundrat billigt die Schlußfolgerungen der Kommission über die von ihr geprüften Petitionen und beauftragt den Generalsekretär, sie zur Kenntnis der Mandatarmacht und der betreffenden Petenten zu bringen. Der Generalsekretär wird aufgefordert, den Wortlaut des Berichtes des Vertreters Rumäniens und das Protokoll der gegenwärtigen Ratstagung dem Wortlaut der Bemerkungen und Schlußfolgerungen der Mandatskommission beizufügen, der der Mandatarmacht mitgeteilt werden soll.« In der Debatte über den Bericht der Unterkommission bezüglich der Vorschläge der Mandatskommission über den Peel-Bericht, erklärte Mr. Eden, daß eine besondere Kommission nach Palästina entsendet werde, um mit Arabern und Juden zu verhandeln und der britischen Regierung Vorschläge über einen Teilungsplan zu unterbreiten. M. Delbos (Frankreich) erklärte, daß seine Regierung der Haltung der englischen volles Verständnis entgegenbringe und sich die endgültige Stellungnahme vorbehalte. Oberst Beck (Polen) gab der Hoffnung Ausdruck, daß das künftige Regime Palästinas die größtmögliche Fassungskraft für jüdische Einwanderer sichern' werde. Mr. Jordan (Neuseeland) sprach sich dafür aus, daß alles getan werde, um - dem jüdischen Volk das Nationalheim voll zu verbürgen. M. Orts sagte, daß das Mandat weiter bestehen solle, wenn keine andere Lösungsmöglichkeit zu finden sei. Der Grundsatz der Festsetzung der Einwanderung nach der wirtschaftlichen Fassungskraft des Landes müsse beibehalten werden. Es wurde folgender Beschluß gefaßt: »Im Hinblick auf die Erklärung der Regierung des Vereinigten Königreiches vom Juli 1937 über die Schlußfolgerungen der Königlichen Kommission für Palästina, im Hinblick auf die vorläufige Meinungsäußerung der Mandatskommission an den Rat, im Hinblick auf die von dem Vertreter des Vereinigten Königreiches in der Sitzung des Rates vom 14. September 1937 abgegebene Erklärung und der Aussprache über die Verfassung Palästinas, die in der gleichen Sitzung stattfand,