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Palästina · 1937-10-01 · Heft 10 (Oktober 1937) · p. None

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 10 (Oktober 1937)
Date
1937-10-01
Page
None (sequence 3)
Language
German
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PALÄ S TI NA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS CX. Jahrg. Oktober 1937 Nr. 10 Finanzen, Steuern und Wirtschaftslenkung im geplanten Staate der Juden Von Drv Bernhard Ascher, Haifa. Vorbemerkung der Redaktion- — Die Redaktion gibt den Ausführungen des Verfassers gerne Raum, weil er unbefangen Fragen eines künftigen Steuersystems erörtert, die schon heute von Wichtigkeit sind. Seine Vorschläge bieten zweifellos zahlreiche Angriffspunkte, aber es ist verdienstvoll und notwendig, mit der Auseinandersetzung zu beginnen. Bis jetzt war es ein müßiges Spiel der Phantasie, über die Finanzverwaltung eines Dmmenden jüdischen Staates nachzudenken. Aber nunmehr ist aus diesem Spiel nicht ur Ernst, sondern auch ein Gebot der Stunde, eine unaufschiebbare Notwendigkeit ^worden. Man sage nicht — wie man bisher immer sagte und auch jetzt wieder sagen Löchte: »Wir haben ja noch so viel Zeit!« Nein, wir haben keine Zeit mehr. Nur renn wir jetzt, jetzt sofort, sowohl mit der theoretischen Planung als auch mit der faktischen Vorbereitung unserer Finanzverwaltung und unseres Finanzsystems bennen, und nur, wenn wir diese Arbeit mit größtem Eifer unermüdlich zwei Jahre lang archführen, können wir vielleicht hoffen, nach Ablauf dieser Vorbereitungszeit ein enigstens halbwegs arbeitsfähiges Finanzinstrument in der Hand zu haben. Der Verfasser war jahrelang als höherer Beamter der deutschen Finanzverwaltung ttig. Dabei hatte er oft Gelegenheit, finanz- und verwaltungstechnische Neuerungen is dem Stadium theoretischer Planung in das der praktischen Arbeit zu überführen, »bwohl dabei ein Stab ausgezeichnet geschulter, erfahrener Beamter zur Verfügung and, und obwohl diese Maßnahmen selbst von erfahrenen Praktikern erdacht waren, ilang es doch oft nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten und nach manchen hlgeschlagenen Versuchen, im Laufe langer Zeit, die gewünschten Wirkungen zu zielen. Ja, manchmal mußte man sogar einfach beim alten Verfahren bleiben und e Durchführung der Neuerungen als praktisch unmöglich ablehnen. Und wie soll nun gar erst hier werden, wo keine oder nur halb brauchbare Beamte zur Verfügung ehen? Manche oft gewünschten Neuerungen, wie z. B. die Einführung einer allgeeinen Einkommensteuer, werden schon aus diesem Grunde unterbleiben müssen, enn Beamte, die bereits geschult und fähig sind, eine moderne Einkommensteuer zu

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