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Palästina · 1937-08-01 · Heft 8-9 (August 1937) · p. Seite 477

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 8-9 (August 1937)
Article
Zählung der Arbeiterschaft [Nachricht]
Date
1937-08-01
Page
Seite 477 (sequence 2)
Language
German
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macht 48% der gegenwärtig auf 410.000 bis 415.000 Seelen geschätzten jüdischen Be~ völkerung Palästinas aus. Arbeitslöhne, Im Jahrbuch für 1936 gibt das Statistische Amt der Regierung eine detaillierte Aufstellung über die Bewegung der Arbeitslöhne für Araber und Juden von 1931 bis 1935. Wir entnehmen daraus, daß in dieser Zeit bei Arabern die Löhne in der landwirtschaftlichen Arbeit von 80 bis 120 auf 100 bis 150 Müs, in Pflanzungen von 100 bis 150 auf 150 bis 180, für Maurer von 400 bis 600 auf 500 bis 600 gestiegen sind. Kleinere Erhöhungen finden sich in allen anderen Berufszweigen. Bei Juden zeigt sich ebenfalls eine Erhöhung, die sich von 20 bis 100% — letztere bei qualifizierten Bauhandwerkern, wie Pflasterern, Malern, u. dgl. — bewegt. Nachstehend ein Auszug aus den Tabellen: Löhne 1935 in Müs für: Arabische Arbeiter Jüdische Arbeiter Landwirtschaft (Männer) ... 100 bis 150 200 bis 225 Pflanzungsarbeiter ..... 150 „ 180 250 „ 300 Maurer ......... 500 „ 600 350 „ 400 Ungelernte Bauarbeiter .... 100 „ 180 250 „ 300 Pflasterer ........ 250 „ 600 550 „ 700 Weber........ . 100 „ 120 250 „ 400 Tabaklaub-Sortiererinnen ... 35 „ 100 150 „ 200 Der Index der Lebenskosten war nach den Detailpreisen gerechnet (1928 100) 1931: 70,5%; 1935: 69,8%. Seit 1935 ist das Lohnniveau gesunken. Nach der amtlichen Lohnstatistik, die die Löhne von 1931 mit 100 als Basis nimmt, ist heute das Lohnniveau im Durchschnitt um 10% höher als 1931. 1934 waren die Löhne mit einer Indexzahl von 135 am höchsten. Gegenwärtig beträgt der Lohnindex bei Juden 123, bei Arabern 103 gegenüber 1931. In der Landwirtschaft, Weberei und Holzindustrie sind die Löhne unter dem Index, im Baugewerbe, Druckereigewerbe und in der Seifenindustrie über dem Durchschnitt. Allerdings muß hier die weitverbreitete Kurzarbeit berücksichtigt werden. (Wir bemerken hiezu, daß es nicht sehr förderlich ist, daß das Amt verschiedene Jahresindices als Grundlage annimmt, wie z. B. für die Jahre 1928 und 1931. — Die Red.) KULTURELLES LEBEN. Das Schulwesen der Jcwish Agency, Nach dem Bericht der Jewish Agency an den 20. Zionistenkongreß, gab es in allen Schulen des Landes 1936/37: 136.971 Schüler, die sich wie folgt verteilen: Zahl der Schüler Prozentsatz der Prozentsatz der Bevöl- Schüler kerung (Offizielle Statistik per 31. Dezember 1936) Juden .... 61.173 44,7 29,9 Moslems . . . 54.037 39,5 61,2 Christen ... 20.881 15,2 8,4 Andere . . . 880_06_0,8 136.971 100,0 ~ 100,0 Die Zahl der jüdischen Schüler war also absolut und relativ die höchste. Von den 61A73 jüdischen Schülern besuchten 46.767 die Schulen der Jewish Agency, das sind um 13.979 mehr als im Jahre 1934/35, eine Zunahme von über 40%! Von den Schülern besuchten 70,3% die städtischen Anstalten.

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