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Palästina · 1937-08-01 · Heft 8-9 (August 1937) · p. Seite 472

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 8-9 (August 1937)
Article
Neue Siedlungspunkte [Nachricht]
Date
1937-08-01
Page
Seite 472 (sequence 2)
Language
German
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In den letzten Tagen vor Veröffentlichung des Peel-Berichts wurde im Gebirge nordwestlich von En Charod auf 6000 Dunam Boden eine Gruppe von 80 Familien neu angesiedelt, der Irgun Moledeth, dessen Mitglieder hauptsächlich aus Deutschland stammen. Die Besetzung dieses Bodens erfolgte unter den üblichen Vorsichtsmaßregeln. Die Siedlung wird den Namen des Weltpräsidenten des Bne Brith, Alfred M. Cohen tragen. Der amerikanische Kibbuz Banir des Haschomer Hazair, der 130 Mitglieder zählt, hat Anfang Juli von 4500 Dunam Boden nordwestlich von Mischmar Haemek, im Gebirge Ephraim, Besitz genommen. Diese Bodenfläche, mit Namen Dschuhara, verbindet den Emek Jesreel mit den Siedlungen im Schomron. Die neue Siedlung, deren Stützpunkt das ehemalige Haus eines Effendi ist, liegt im Gebirge, wenige Kilometer von Mischmar Haemek entfernt. Die Flächen, die die neue Siedlung von Mischmar Haemek trennen, sollen angekauft und mit Bäumen bepflanzt werden, um so einen geschlossenen Wald zu bilden. Zwischen Tirath Zwi und Beth Josef, im äußersten Süden des Emek Beth Schean, wurde die völlig wüste Bodenfläche Ghazavije erworben, die die Verbindung zwischen den einzelnen jüdischen Siedlungen in diesem Gebiet herstellt. Dieser wichtige Boden wurde von 4 Siedlungsgruppen gemeinsam besetzt: 30 Mitglieder der Kwuzah Hachugim aus Raanana, Absolventen palästinensischer Realschulen; 16 Mitglieder der Kwuzah Massad aus Herzlia; 10 Mitglieder des Kibbuz Bemissila des Haschomer Hazair, alte, erfahrene Siedler; 16 Mitglieder der allgemein-zionistischen Kibbuz Akiba aus Ness Ziona. Die beiden letzten Gruppen besitzen das Vorrecht auf feste Ansiedlung. Die Siedlung wird Maos (Kraft und Kühnheit) heißen. An der Ostküste des Tiberias-See wurde ein 500 m breiter und 7 km langer Gebietsstreifen hart an der syrischen Grenze am Fuße des Dscholan-Gebirges besetzt. Dort arbeiten bereits 50 Mitglieder der Gruppe Batelem des Haschomer Hazair-Nezach. die hauptsächlich aus Mitteleuropa und dem Balkan stammen. 15 von diesen sind Hilfspolizisten. Die Siedler haben ein Motorboot zur Verfügung. Schließlich wurde 12 km von Haifa, zwischen Ramath Jocl^anan und Kfar Atta, von Jugendlichen des Kibbuz der Hanoar Hazioni ein neuer Siedlungspunkt, Kfar Uscha, besetzt. Siedlungsplan. Innerhalb der Kolonie Hadar, 17 km von Tel Aviv entfernt, sollen 30 Familien auf zirka 200 Dunam angesiedelt werden. Für jede Familie sind 5 bis 6 Dunam zu 78 £ Boden bestimmt. Es sollen Hühner- und Bienenzucht, Gemüse- und Obstbau sowie Milchwirtschaft betrieben werden. Die Kosten der Gesamtanlage ohne Wohnhaus werden 104 bis 1492 £ betragen. Interessenten wenden sich an Erich Moses, Ramatajim. STÄDTE- Jerusalem. Das Budget. Im abgelaufenen Finanzjahr betrugen die Einnahmen 77.812 £P, um 1000 £P weniger als im Voranschlag, die Ausgaben 120.962 £P, um 15.500 £P weniger als im revidierten Voranschlag, aber um 15.000 £P mehr als im ursprünglichen Voranschlag. Über die Abdeckung des Defizits von 43.000 £P und über 51.387 £P »außerordentliche« Ausgaben werden keinerlei Angaben gemacht. Tel Aviv. Bau neuer Straßen. Die Regierung hat der Stadtverwaltung die Bewilligung erteile, 10.000 £P für den Bau neuer Straßen zu verwenden.

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