Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1937)
- Article
- Pflanzung von Fruchtbäumen [Nachricht]
- Date
- 1937-08-01
- Page
- Seite 470 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Bei Tafeltrauben, die auf zirka 100.000 Dunam gepflanzt werden, von denen nur 3000 in jüdischem Besitz sind, ist ebenfalls ein Sinken der Preise zu konstatieren. Bisher kalkulierte man: Pflanzungskosten (ohne Bodenpreis) 15 £P per Dunam, jährliche Ausgaben und Amortisation: 6 £P. Zur Zeit der hohen Preise hatten einige Kwuzoth ein Bruttoeinkommen von 7500 £P, das sind netto 1500 £P per Dunam. Inzwischen sind die Preise gefallen und der Import gestiegen. Die Mechanisierung im Getreidebau* Im selben Artikel weist Dr. Hirsch nach, wie durch die Mechanisierung im Getreidebau die Arbeitsleistung von Mensch und Tier und somit die Kosten sich bei gleichbleibend hohen Ernteerträgen verringert haben. Die Kwuzoth besitzen derzeit 99 Traktoren, 22 Mähmaschinen und 21 Heupressen. Der Durchschnittsertrag in 22 Kwuzoth war 1934/35 per Dunam in Kilogramm: Weizen 120, Gerste 178,9, Hafer 143,7, Roggen 90,1, Silo Mais 68,7, Wickenheu 290. Was den Futterbau betrifft, so konnte auf unbewässertem Land nur eine kurze Zeit im Jahre Futter gezogen werden. Man ging deshalb auf bewässertes Land über und baut Alexandriner Klee (von September und April). Im Sommer wurde der Bau von Mais und Luzerne versucht. Ersterer enthält aber zu wTenig Eiweiß, letzterer braucht wieder zuviel Bewässerung. In 22 Kwuzoth ergaben sich folgende Durchschnittserträge per Dunam in Kilogramm: Alexandriner Klee (1136 Dunam) 6200, Luzerne (835 Dunam) 6500, Mais 3100. Diese Erträge sind günstig zu nennen. Doch hängt die Rentabilität auch vom .Wasserpreis ab. Im Ost-Emek (Nuris) ist er sehr niedrig: 0,5 Müs per Kubikmeter, aber in Judäa steigt er bis 3 Müs per Kubikmeter- Da zur Bewässerung eines Dunam Alexandriner Klees 1000 m3 nötig sind, so würde sein Anbau in dieser Gegend zu hoch kommen. (In den letzten Monaten sind die Preise für Futter stark gestiegen, was für die Kolonien, die es zum größten Teil kaufen müssen, sehr schwer ins Gewicht fällt, umso mehr als auch die Milchpreise gesunken sind. — Die Red.) Die Milchwirtschaft, Dr. Hirsch gibt an, daß es 1934 in jüdischen Wirtschaften 10.000 Milchkühe gab, davon 6000 eigener Zucht. (Inzwischen dürfte die Zahl der Rassekühe in den jüdischen Kolonien auf 10.000 gestiegen sein. — Die Red.) Die Einfuhr von Milch und Milchprodukten (diese auf Milch umgerechnet) betrug 1935 68 Millionen Liter, wovon 53 Millionen Liter auf jüdischen Konsum rechnet. Die jüdische Eigenproduktion schätzt er auf 22,6 Millionen Liter. Die Preise, die 1935/36 den jüdischen Produzenten gezahlt wurden, waren annehmbar. (Inzwischen sind sie gesunken und stellen die Rentabilität in Frage. — Die Red.) Die Ernte in unbewässerten Kulturen, Dieser von der arabischen Bevölkerung be~ triebene Zweig der Landwirtschaft hatte 1936 ein Mißjahr, wie die folgenden Ernteergebnisse zeigen: 1936 1935 Tonnen Weizen Gerste Durrah Sesam Linsen 76.059 55.169 22.122 1.847 2.379 81.335 2.788 103.000 68.000 46.000 6.900 2.600 69.000 8.818 Melonen Olivenöl Der Umfang der Orangenpflanzungen« Nach dem Bericht des Landwirtschaftsdepartement der Regierung sind 1936 20.000 Dunam neue Orangenpflanzungen angelegt worden. Diese Pflanzungen umfassen damit heute 298.000 Dunam.