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Palästina · 1937-08-01 · Heft 8-9 (August 1937) · p. Seite 461

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 8-9 (August 1937)
Article
Die Gerichtsbezirke [Nachricht]
Date
1937-08-01
Page
Seite 461 (sequence 2)
Language
German
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mit seiner jüdischen Mehrheit drei arabische und einen jüdischen Richter hat, der alle jüdischen Fälle bearbeiten muß, wird die Ernennung weiterer jüdischer Richter gefordert. (Dies ist bereits öfters von den Behörden zugesagt worden.) Die Justizverwaltung ist eines der Beispiele für die allgemeine Haltung der Behörden gegen sachlich begründete Forderungen der Juden. (Siehe auch diese Zeitschrift Nr. 6, Seite 316, Nr. 7, Seite 372.) JEWISH AGENCY. Der Kongreß. Am 3. August wurde in Zürich der XX. Zionistenkongreß feierlich eröffnet. Am Kongreß wurden 1,224.588 Schekelzahler durch 478 Delegierte vertreten. Von diesen wurden in 42 Wahlgebieten 335 auf Grund von Abstimmungen und 143 durch Einheitswahlen, bzw. Einheitslisten gewählt. Insgesamt wurden 400.673 Stimmen abgegeben. Es entfielen auf die Vereinigte Arbeiterpartei 200.567 Stimmen und 201 Mandate (davon 24 auf Grund von Einheitswahlen, bzw. Einheitslisten), auf die Weltvereinigung Allgemeiner Zionisten (A) 98.624 Stimmen und 112 (33), auf den Misrache 69.503 Stimmen und 68 Mandate (14), auf den Weltverband allgemeiner Zionisten (B) 16.650 Stimmen und 33 Mandate (19), auf die Judenstaatspartei 6705 Stimmen und 6 Mandate (2). 8304 Stimmen und 55 Mandate (48) entfielen auf andere Gruppen, meist Parteikoalitionen verschiedenster Färbung, vor allem aber auf parteilose Einheitslisten, wie Deutschland (31), Jugoslawien (5). Die stärkste Delegation entsandten: Palästina: 124 Delegierte (106.012 Stimmen); Polen: 101 Delegierte (116.394 Stimmen); Vereinigte Staaten: 90 Delegierte (103.077 Stimmen); Deutschland: 31 Delegierte (91.000 Schekelzahler). Außerdem nahmen als Aktionskomitee-Mitglieder und sonstige Virlisten 50 Delegierte am Kongreß teil. Zum Präsidenten des Kongresses wurde der Präsident des Jüdischen Nationalfonds, Menachem Mendel Ussischkin, gewählt. Der Kongreß konstituierte sich nach einleitenden Debatten als politische Kommission und erörterte in einige Tage währenden geschlossenen Sitzungen den Bericht der Königlichen Kommission. Als Ergebnis wurde vom Kongreß in namentlicher, öffentlicher Abstimmung mit 300 gegen 158 Stimmen, bei 7 Stimmenenthaitungen und 20 Absentierungen folgender Beschluß angenommen: 1. Der XX. Zionistenkongreß bestätigt nochmals feierlich die historische Verbindung des jüdischen Volkes mit Palästina und seine unveräußerlichen Rechte auf sein Heimatland. 2. Der Kongreß nimmt Kenntnis von den Feststellungen der Königlichen Palästina- Kommission in bezug auf folgende fundamentale Angelegenheiten: erstens, daß der Hauptzweck des Mandates, wie er in seiner Präambel und in seinen einzelnen Artikeln zum Ausdruck gebracht ist, darin besteht, die Errichtung eines jüdischen Nationalheims in Palästina zu fördern; zweitens, daß zur Zeit der Balfour-Deklaration unter dem Gebiet, auf welchem das jüdische Nationalheim errichtet werden sollte, das ganze historische Palästina, Transjordanien eingeschlossen, verstanden wurde; drittens, daß in der Balfour-Deklaration die Möglichkeit der Entwicklung Palästinas zu einem Judenstaat einbegriffen war; viertens, daß die jüdische Kolonisation in Palästina der arabischen Bevölkerung wesentliche Vorteile gebracht und sich zum wirtschaftlichen Nutzen des ganzen arabischen Volkes ausgewirkt habe. 3. Der Kongreß lehnt die Behauptung der Königlichen Kommission ab, daß das Mandat sich als undurchführbar erwiesen habe und verlangt seine völlige Durch-

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