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Palästina · 1937-08-01 · Heft 8-9 (August 1937) · p. Seite 422

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 8-9 (August 1937)
Article
Der Siedlungsbau als Teillösung des städtischen Wohnproblemes
Date
1937-08-01
Page
Seite 422 (sequence 19)
Language
German
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B. Zwei-Drei-Zimmerhaus mit normaler Küche. Wieder wurde ein Typus gewählt, der in Etappen und auch als Doppelhaus gebaut werden kann. Er unterscheidet sich von den üblichen Normalplänen durch den Fortfall eines Vorraumes. Die Zimmer sind etwas größer und das Wohnzimmer durch Möbelstellung in Vorraum und Eßplatz eingeteilt. Es kann auch eine Schlafstelle aufnehmen. Wieder wurden die vier Varianten berechnet: B2 Zweizimmerhaus als Einzelhaus. B3 Dreizimmerhaus B'2 Zweizimmerhaus „ Doppelhaus B'3 Dreizimmerhaus „ C. Zweizimmerhaus mit Wohnküche. Als der wahrscheinliche Haupttypus wurde noch ein weiterer Plan berechnet, und zwar ohne besondere Rücksicht auf Zubaumöglichkeit (obwohl sich im Notfall auch hier an Stelle der Terrasse ein drittes Zimmer zubauen ließe). Gerechnet wurde: C als Einzelhaus C als Doppelhaus In allen Fällen wurde mit einfacher Bauweise und Ausstattung gerechnet. Außenwände aus Zementblockhohlsteinen, Innenwände aus Zementziegel, Fundamente für eingeschossigen Bau, Betonstufen, einfache Balatten, Eisenbetondecke mit Zementglattstrich, gespachtelter Ölfarbenanstrich in Bad und Küche. Jedoch wurden einige Einbaumöbel und die volle sanitäre Einrichtung (mit halber Grubenanlage) berücksichtigt. Auch eine etwas bessere Ausstattung wurde in eigenen Berechnungen ausgeführt. Alle Planskizzen sind als Beispiele zu werten und erheben keinen Anspruch auf Vollkommenheit und Ausschließlichkeit. Zur industriellen Kreditpolitik Von Dr. M. Itter (Ettinger), Tel Aviv. Die Fragen der industriellen Kreditpolitik wurden in der palästinensischen Öffentlichkeit, vor allem im Zusammenhang mit der finanziellen Lage der jüdischen Industrie, des öfteren erörtert. Dabei wurde sie meist so aufgerollt, daß Industrielle, wie auch andere Produzenten, über Kreditmangel klagten und die Hilfe der Finanzinstitute für die Entwicklung der Unternehmen verlangten. Der angeblichen Gleichgültigkeit der palästinensischen Banken wurde dabei als leuchtendes Gegenbeispiel die tatkräftige Unterstützung vorgehalten, welche deutsche und — in der nächsten Nähe — die nationalen ägyptischen Banken der einheimischen Industrie zukommen lassen. Die Banken verwahrten sich entrüstet gegen den Vorwurf mangelnden Interesses am Aufbauwerk und betonten ihr Amt als Verwalter fremden Vermögens, welches von ihnen gebührende Vorsicht bei der Kreditgewährung erfordert. Sie wiesen auch auf die zurückhaltende Kreditpolitik der englischen Banken hin, welche sich in der Wirtschaftskrise besonders gut bewährt hatte. Da das Risiko bei Industriekrediten nach wie vor bestehen blieb, behielten die Banken in dieser Diskussion die Oberhand. In der Praxis freilich, sind die Industriekredite in den letzten Jahren erheblich vergrößert worden, zunächst wegen der allmählichen Stabilisierung der bestehenden Unternehmungen, sodann infolge der erhöhten Geldflüssigkeit, schließlich unter dem Druck der öffentlichen Meinung und — nach dem Abflauen der Konjunktur — dank dem Eingreifen und den Garantien der nationalen Institutionen. Es stellte sich aber heraus, daß mit der Einräumung eines normalen Betriebskredits und der Ermäßigung der überhöhten Zinssätze der palästinensischen Industrie noch keinesfalls geholfen ist. Gerade die jüngsten Fälle finanzieller Schwierigkeiten, darunter auch der Fall »Assis«, haben mit aller Deutlichkeit vor Augen geführt, daß

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