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Palästina · 1937-07-01 · Heft 7 (Juli 1937) · p. Seite 388

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 7 (Juli 1937)
Article
[Rezension] / f. m.
Date
1937-07-01
Page
Seite 388 (sequence 2)
Language
German
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»völlig abgewirtschaftet« usw. Man vermißt auch das Eingehen auf die schweren inneren Probleme der betreffenden Staaten. Das, Büchlein kann daher nur mit Vorsicht als Orientierung benützt werden, unter Heranziehung von anderen Quellen, durch welche die Einstellung und viele Angaben des Autors eine Korrektur finden können. f. m. Jews, Arabs and British in Palestine* Von Mordekhai Orenstein, London 1936, 22 Seiten. — Diese, vom linksradikalen »Haschomer Hazair« herausgegebene Broschüre soll den Unabhängigen Sozialisten Englands klarlegen, daß der Aufbau Palästinas von der zionistischen Arbeiterorganisation in sozialistischem Geiste beeinflußt wird. Hiebei wird auf die orthodox-sozialistische Einstellung des »Haschomer Hazair« hingewiesen. Sätze wie: Es hat eine erfolgreiche Proletarisierung von tausenden deklassierten Juden stattgefunden, und ähnliches, sind für einen in der sozialistischen Theorie nicht geschulten Leser völlig unverständlich. Gemeint ist natürlich, daß aus Luftmenschen Arbeiter geworden sind. Daß die Parole der »Nationalen Einigkeit« als ein Schlagwort hingestellt wird, auf das die klassenbewußten »Haschomer Hazair« nicht hereinfallen, ist sehr bedauernswert, und man fragt sich, ob eine zionistische Gruppe, die selbst alle Politik unter Schlagwörter behandelt, wie z. B. Imperialismus, Kapitalismus, Feudalismus, Klerikalismus, Kolonialfaschismus usw., ein Recht darauf hat, von Schlagwörter zu sprechen und die Parole von der »Einigkeit der Juden« als ein solches zu bezeichnen und als zionistische Pioniergruppe abzulehnen, obwohl sie sie in der Praxis in Palästina befolgen. Noch immer ist ein Teil der jüdischen Sozialisten so wirklichkeitsfremd, daß er den spezifischen Charakter der Judenfrage nicht erkennt und glaubt, weiß Gott wie fortgeschritten zu sein, wenn er das mühevolle Ringen der Juden um eine Lebensmöglichkeit als Volk, in dem die Sozialisten des »Haschomer Hazair« selbst eine rühmliche Rolle spielen, darstellt als eine Aktion zur Befreiung arabischer Massen, Vollziehung eines Beispiels sozialistischer Welterlösung usw. f. m. The Revival of Palestine* Von Sir Flinders Petrie, Khan Yunis 1937, 7 Seiten. — Der berühmte greise Archäologe, der schon im Vorjahr den Arabern geraten hatte, von den Juden zu lernen und ihnen, die allein imstande seien, das Land aufzubauen, keine Schwierigkeiten zu machen, äußert sich auch in dieser kleinen Schrift in ähnlichem Sinne. Er spricht sich günstig über die landwirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes aus, aber der Araber müßte erst trainiert werden. Juden sollten Araber in ihren Farmen anlernen. Man sollte für eine Generation das Zahlenverhältnis zwischen Arabern und Juden fixieren, dafür aber alle Beschränkungen gegen die jüdische Aktivität fallen lassen. Petrie weist darauf hin, daß 97% der Staatsländereien trotz der Vorschrift des Artikels 6 des Mandates an Araber gegeben wurden, weshalb die Juden Boden um Millionen Pfund von Großgrundbesitzern kaufen mußten, die das Geld im Ausland verzehrten u. a. m. Der Autor spricht die Hoffnung aus, daß beide Teile der Bevölkerung zu einem friedlichen Zusammenleben kommen werden, wie dies zwischen manchen jüdischen und arabischen Dörfern schon der Fall ist. Nur die Agitatoren verhetzen das Volk. Sir Flinders Petrie kritisiert auch das Fehlen von öffentlichen Gärten, Bibliotheken usw. in Jerusalem. Moslems und Araber* Von Jizchak Ben Zwi, Kleine Zionistische Bücherei, Prag 5697, 20 Seiten. — Die Broschüre enthält die Aufsätze, die der Autor über dieses Thema in der »Palestine Post« veröffentlicht hatte. Er gibt eine Übersicht über Zahlen, Verbreitung usw. der Moslems und der Araber. Zum Schluß bespricht er die Schwierigkeiten, die der Bildung einer arabischen Föderation entgegenstehen.

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