Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1937)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 386 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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lichkeit gibt dieses Heftchen mehr, als die meist idealisierenden und flüchtig geschriebenen Bücher, die Eindrücke von Palästina-Touristen wiedergeben. Die Palästina Literatur«. Eine Internationale Bibliographie. Unter Mitwirkung von J. de Groot und A. Gustav. Herausgegeben von Peter Thonisen, Band V. Die Literatur der Jahre 1925 bis 1934, Lieferung 2. J. C. Hinrichs Verlag, Leipzig 1937, Seite 225 bis 464. — Wir haben vor kurzem (»Palästina« Heft 12, 1936, Seite 649) die erste Lieferung dieses Bandes angezeigt und schon jetzt liegt die Fortsetzung vor, die nicht weniger als rund 3200 Nummern (Titel Geschichte und Archäologie) enthält. Über diese monumentale Leistung kann nichts Neues gesagt werden. Man müßte glauben, daß ein Stab von Gelehrten jahrzehntelang an dem Werke hätte arbeiten müssen, um es zustande zu bringen, und doch ist es im Wesen das Werk eines Mannes, der noch dazu in den letzten Jahren nicht mehr im Vollbesitz seiner Gesundheit steht, Prof. Dr. Thomsen's, der sich auch als Autor vieler Werke über Palästina einen ruhmvollen Namen erworben hat. Mit großem Interesse sieht man der restlichen Lieferung des V. Bandes entgegen, der unter anderem die Literatur über das heutige Palästina enthalten wird. a. b. Das^ Hebräerland. Von Else Lasker-Schüler. Mit 9 Zeichnungen, Verlag Dr. Oprecht und Helbling A.-G., Zürich 1937, 168 Seiten. — Das Palästina-Buch einer Dichterin. Wer eine Reisebeschreibung oder gar Tatsachen, Information usw. erwartet, wird je nach Temperament gelangweilt, verärgert oder empört sein. Die Tatsachen sind manchmal geradezu grotesk falsch dargestellt, so daß niemand, der das Land nicht kennt, sein äußeres Bild aus diesem Buch erfahren wird. In ihm tritt uns eine Wahrheit auf höherer Ebene, die innere Wahrheit des Landes entgegen. Mac man bei seiner Lektüre hundertmal über Irrtümer der Verfasserin amüsiert oder ärgerlich lachen — plötzlich stehen da ein paar Zeilen, die alles vergessen lassen: die Lufc Palästinas weht einem entgegen, der Geier zieht am Himmel seine Kreise, man hör: und sieht die Esel, die Kamelkarawanen, das Treiben der Straße, erlebt den Feiertac an der Klagemauer, Autobusfahrten, jüdische Hochzeit, Zirkus, Jeschiwah — alle; durcheinander, alles höchst eigenwillig geschaut und erzählt. Für Else Lasker-Schüler ist Jerusalem die Braut Gottes. Sie sagt: »Der Künstler -trägt die Zeit nicht zwischen zwei Deckel gelegt bei sich an einer Kette; er richtet sich nach dem Zeiger des Uni versums, weiß darum immer, was die Urkuckucksuhr geschlagen! Und sein Nachba täte gut, sich bei ihm zu erkundigen — ob noch Zeit. In Jerusalem vernimmt mar tickend die Weltuhr; ihr Zifferblatt leuchtet, liebreich zeigen ihre Zeiger immer noch auf heiligere Stunden und am Mittag läutet es Frieden.« Und an einer anderen Stelle »Der dichtende Mensch erfaßt Palästina und teilt mit dem Herrn die Verantwortung seiner liebsten Schöpfung.« E. An Investigation into the Status of Individual Mixed Farms in Palestine Düring 1935. The »American Economic Committee for Palestine« Bureau, Tel Aviv 1937. Mi: einer Karte, 117 Seiten und 22 Tabellen. — Das A. E. C., das durch sein Informationsbüro und sonstige Tätigkeit schon viel nützliche Arbeit für den Aufbau geleiste: hat, führte im Jahre 1935 eine fachliche Untersuchung der Betriebsverhältnisse if- Privatsiedlungen durch, deren Leiter die Agronomen Gabriel Epstein und Sal. Dyk waren. Das Ergebnis liegt in einem stattlichen Band vor, der eine wahre Fundgrube für das Studium der Verhältnisse in der jüdischen Landwirtschaft ist. Wenn auch die Verkaufspreise der Produkte seit 1935 gefallen sind, so kann man diesen Faktor entsprechend den jeweiligen Verhältnissen geändert einsetzen, um zu aktuellen Resultaten zu kommen. Alle anderen in spezifizierten Tabellen angegebenen Daten und die Folgerungen, die aus der Untersuchung gezogen wurden, sind von großem Werte unc