Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1937)
- Article
- [Rezension] / m. f.
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 385 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Hauptes der Judenheit Palästinas, Oberrabbiner Abraham Jizchak Kuk s. A. ist diese Schrift gewidmet. Schachrai zeichnet im Vorwort ein Bild der Persönlichkeit und der Anschauungen Kuks und gibt sodann eine Auslese aus seinen Schriften und Reden. Der Geist dieses seltenen Mannes weht uns aus diesem entgegen: Sein feuriger Glaube an die Sendung Israels, seine Liebe auch zum Geringsten des Volkes, seine Ablehnung der Scheidung von Heiligen und Profanen, seine Würdigung der Hingabe der freigeistig gesinnten Chaluzim u. a. m. m. f. Misichronotai al Achad Haam. Von Jochanan Pogrebinsky, Tel Aviv 5697, 9 Seiten. — Der Autor, der bei Herausgabe der Briefsammlung Achad Haams als dessen Privatsekretär tätig war, erzählt einige Züge aus dessen Leben sowie einige Aussprüche Achad Haams, die seine Bewunderer sicher interessieren werden. Von allgemeinerer Bedeutung ist, daß Achad Haam 1927 in Tel Aviv Jabotinsky gegenüber der einzigen flüchtigen Bemerkung in seinen Schriften (in dem Aufsatz »Drei Stufen«) über die Notwendigkeit der Erlangung der Majorität in Palästina eine große Bedeutung beilegte. Dies ist psychologisch sehr interessant, weil es die Wandlung in den Anschauungen dieses Denkers am Ende seines Lebens zeigt. Jene Bemerkung war übrigens nicht im judenstaatlichen Sinne gemeint, sondern besagte nur, daß die Sicherung des nationalen Lebens davon abhängt, daß die Juden irgendwo die Majorität haben. Ein paar Zeilen weiter wird in jenem Aufsatz auch wieder gegen den »Judenstaat« polemisiert, f. m. Bajath Haarabim beerez Jisrael (Die Araberfrage in Palästina). Von Dr. B. Awniel, Tel Aviv 1936, 35 Seiten. Bajath Hakantonini (Die Frage der Kantone). Von Dr. B. Awniel. Mit zwei Kartenskizzen, 1937, 39 Seiten. — Der Verfasser erörtert in der erstgenannten Broschüre die Araberfrage und die zu ihrer Lösung gemachten Vorschläge der Histadruth, Smilansky's und der Staatszionisten. Er kommt zum Schlüsse, daß nur eine starke Hand imstande wäre, den Arabern beizubringen, daß das jüdische Heim nicht aufzuhalten sei und ihm den Weg zu bahnen. (Dies ist fast wörtlich derselbe Standpunkt, den Jabotinsky schon 1925 bei der Gründung der revisionistischen Union verkündet -atte.) Den »Brith Schalom« nennt der Autor »verräterisch«, — eine Art der "olemik, gegen die Verwahrung eingelegt werden muß. Die Kantonisierung sei unmögich und würde zu einer Katastrophe für die Heimstätte führen. Der Nachweis hiefür vird in der zweitgenannten Broschüre zu führen versucht, in dem die verschiedenen 'Jorschläge für die Kantonisierung erörtert sowie Kartenskizzen von diesen gegeben verden. Diese Broschüre ist natürlich sehr aktuell. m. f. XIX. Zionistenkongreß, Jewish Agency, 4* Council Tagung, Protokoll 1935* Übersetzung aus dem Hebräischen, mit 2 Abbildungen, Fiba-Verlag, Wien 1937, 836 Seiten. — In der üblichen schönen Ausstattung erschien soeben mit übergroßer Verspätung ^as stenographische Protokoll der Verhandlungen des XIX. Zionistenkongresses in i-uzern (1935). Dem Protokoll sind eine Anzahl von Statistiken und Registern beigegeben. Angesichts dieser Publikationen muß man der stillen, aber sehr intensiven Tätigkeit der Kräfte des Büros der Organisation der Jewish Agency dankbar gedenken, die, stets unsichtbar und unbedankt, mit großem Pflichteifer geleistet wird. a. b. Jüdische Jugend baut auf* Von Heinz W arschauer, Philo-Verlag, Berlin 1937, 115 Seiten. — Dieses kleine Büchlein ist sehr wertvoll, weil es in realistischer Ameise das Kibbuzleben wie es wirklich ist, schildert, mit all seinen Mühen, seinen Problemen und Freuden, wie sich diese den Chaluzim, die aus Deutschland kommen, durchschnittlich darstellen. In seiner nüchternen Sachlichkeit und lebendigen Anschau-